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Thema: Southwest for family - mit 2 Kindern und Womo durch den Südwesten der USA

  1. #1
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Southwest for family - mit 2 Kindern und Womo durch den Südwesten der USA

    Hallo an alle!

    Für die Planung unserer ersten Womo-Reise haben wir in diesem Forum Tipps von unschätzbarem Wert bekommen.

    Ein dickes Dankeschön an alle, die uns so hilfreich bei unseren gefühlten 100 000 Fragen zur Seite standen!

    Wenn auch nicht mehr ganz brandaktuell, möchte ich trotzdem gerne von dieser Reise berichten.

    Vielleicht sind für die ein oder anderen ein paar hilfreiche Anregungen dabei.

    Natürlich haben auch wir das Rad - respektive den Südwesten der USA - in unserem "Ersttäter" - Urlaub nicht neu erfunden, sondern uns zunächst auf die klassischen Highlights gestürzt.

    Dennoch sind Berichte auch immer etwas sehr persönliches, und jede Reise hat ihren ganz eigenen Charakter.

    Hier ein kurzer Tourverlauf als kleine Vorschau:

    Las Vegas - Hoover Dam - Lake Mead - Grand Canyon - Lake Powell - Upper und Lower Antelope Canyon - Toadstool Hoodoos - Monument Valley - Durango - Mesa Verde - Arches National Park - Canyonlands National Park - Torrey - Bryce Canyon - Zion National Park - Valley of Fire State Park - Las Vegas

    Eine Karte zur besseren Übersicht findet ihr hier.

    Reisedauer: 18.08.2011 - 09.09.2011
    Flug ab/bis Stuttgart - nach/ab Las Vegas mit Delta Airlines, Zwischenstopp in Atlanta
    Wohnmobil: Moturis S27


    Tagesetappe gefahrene Meilen Campground / Hotel Übernachtungspreis
    Tag 1: 18.08.2011: Anreise Stuttgart - Las Vegas 0 Hotel Excalibur 75,- EUR (gebucht in D)
    Tag 2: 19.08.2011: Las Vegas - Hoover Dam - Lake Mead 70 Lake Mead RV Village 44,- $ (Full Hook-up)
    Tag 3: 20.08.2011: Lake Mead - Route 66 - Grand Canyon South Rim 270 Mather Campground 18,- $
    Tag 4: 21.08.2011: GC Rimtour und Trail zum Ooh - Aah - Point 1 s.o. 18,- $
    Tag 5: 22.08.2011: Grand Canyon - Horseshoe Bend - Page 147 Wahweap Campground 38,- $ (Full Hook-up)
    Tag 6: 23.08.2011: Upper Antelope Canyon und Antelope Point 50 s.o. 38,- $
    Tag 7: 24.08.2011: Lower Antelope Canyon und Toadstool Hoodoos 88 s.o. 38,- $
    Tag 8: 25.08.2011: Lake Powell - Monument Valley 155 Goulding´s Campground 50,- $ (Full Hook-up)
    Tag 9: 26.08.2011: Horseback Riding im Monument Valley 13 s.o. 50,- $
    Tag 10: 27.08.2011: Monument Valley - Durango - Mancos 213 A&A Mesa Verde RV Park 40,- $ (Full Hook-up)
    Tag 11: 28.08.2011: Mesa Verde - Arches National Park 202 Devils Garden CG 20,- $
    Tag 12: 29.08.2011: Trails zum Double O Arch und Delicate Arch 15 s.o. 20,- $
    Tag 13: 30.08.2011: Arches NP Windows Section - Moab 50 s.o. 20,- $
    Tag 14: 31.08.2011: Arches NP - Canyonlands NP - Torrey 238 1000 Lakes RV Park 29,- $ (Full Hook-up)
    Tag 15: 01.09.2011: Torrey - Bryce Canyon 107 North Campground 15,- $
    Tag 16: 02.09.2011: Bryce Canyon, Fairyland Trail 1 s.o. 15,- $
    Tag 17: 03.09.2011: Bryce Canyon - Zion NP - Emerald Pools Trail 90 Watchman Campground 20,- $
    Tag 18: 04.09.2011: Zion NP - Hidden Canyon Trail - Valley of Fire SP 128 Atlatl Rock Campground 20,- $ (Strom&
    Frischwasser)
    Tag 19: 05.09.2011: Valley of Fire - Las Vegas 95 Arizona Charlie´s RV Park 34,- $ (Full Hook-up)
    Tag 20: 06.09.2011: Abgabe Womo und mitten rein nach Las Vegas 35 Hotel Circus Circus 38,- EUR (gebucht in D)
    Tag 21: 07.09.2011: Las Vegas bis zum Umfallen 0 s.o. 38,- EUR
    Tag 22: 08.09.2011: Heimreise Las Vegas - Stuttgart 0 -

    Wer möchte, ist gerne eingeladen, unsere Tour mitzuerleben.

    Los geht´s!
    Geändert von Vorfreude (15.01.13 um 12:11 Uhr) Grund: Tabelle der Etappen einkopiert

  2. #2
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Das ging ja wirklich schnell jetzt . Da fahre ich doch gleich noch mal mit...
    Best regards,
    Stefanie

    Das Colorado-Plateau mit "Recreation Vehicle" und 3 Kindern (2009)
    2715 Meilen von Chicago nach New York (2011)
    Formen und Farben des Südwesten (2011 - In 6 Wochen von Las Vegas über Yellowstone NP nach Denver)
    Die Canyon-Abenteuer-Tour (2014 )
    Flexibel durch den (Süd-)Westen (2016, LA - LV - Yellowstone - Denver)



    "Nur, wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen" (J. W. v. Goethe)






  3. #3
    Die Südstaatler Avatar von ASGARD
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    Na logo, liebe Steffi,dass es bei Elli schnell ging, wenn quasi ihr Bildgrößen"problem" erfolgreich gelöst wurde und da möchte man Ran an die Tasten...Ich freue mich schon auf dein Reisebericht...und wir nehmen mal Platz in dein WoMo...Lg Mella

  4. #4

  5. #5
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Tag 1: 18.08.2011: Anreise Stuttgart - Las Vegas

    Tag 1: Donnerstag, der 18.08.2011:

    Endlich ist der Tag unserer Abreise da!

    Wir sind zum einen Teil ein bisschen aufgeregt, vor allem aber sehr gespannt, was wir alles erleben werden und wie uns die Rundreise in unserem Wohnmobil gefallen wird.

    Wir, das sind Elli, Robert und unsere Kinder Jonas (14) und Jeremie (5).

    An diesem Donnerstag gegen 9 Uhr morgens lassen wir uns auf den Stuttgarter Flughafen bringen.
    Allerdings nicht, bevor wir ein Kilo leckeres Landbrot in Scheiben mit Nutella oder Kräuterfrischkäse bestrichen und portionsweise eingetütet haben.
    Einer unserer Mitreisenden, in diesem Fall unser Sohn Jonas, hasst allein schon den Geruch von Flugzeugessen. Geschweige denn, dass er in der Lage wäre, ein solches zu essen. Und was tut man nicht alles, damit der Bub satt und zufrieden ist und den langen Flug möglichst angenehm hinter sich bringen kann!

    Die Zeit bis zum Start vergeht recht schnell, da unser Zeitpuffer nicht allzu reichlich bemessen ist.


    Irgendwo zwischen Europa und Amerika - immer unterwegs in Richtung Westen...

    Wir machen einen Zwischenstopp in Atlanta, wo wir irgendwie 5 Stunden totschlagen müssen.

    Mit unserem Glücksgriff erwischen wir bei der immigration wieder ganz genau die Schlange, bei der es am längsten dauert. Wir Frauen haben ja die Gabe, schnell alle Schlangen abzuscannen und eine Alternative zu finden, wo es bestimmt viiiiiiel schneller geht, aber der werte Gatte hält davon nichts und weigert sich zu wechseln.

    Als wir nach eineinhalb Stunden durch sind, stellen wir fest, dass wir wohl annähernd die Letzten dieses Fluges sind. Was soll´s, wir haben es ja nicht eilig.

    Bis wir beim Gate für den Weiterflug nach Las Vegas ankommen, sind unsere 5 Stunden Aufenthalt ganz schnell auf die Hälfte geschrumpft.

    Unser Teenie sucht sich einen Platz zum Schlafen und der Kurze findet eine etwa gleichaltrige Amerikanerin, die sich brennend für seine mitgebrachten Autos interessiert. Unterhalten können sie sich zwar nicht, aber gemeinsames Spielen klappt super!

    Im Flugzeug nach Las Vegas ist es irre kalt und zugig. Weil wir in Las Vegas hohe Temperaturen erwarten, haben wir unsere schönen luftigen Sommeroutfits dummerweise schon mal an.

    Auf meine Frage, ob ich eine Decke bekommen kann, meint der Steward, dass sie keine Decken an Bord hätten. O.k., mein Fehler, dies ist ein Inlandflug von 3 Stunden Dauer, warum sollten da Decken vorhanden sein?

    Mein amerikanischer Sitznachbar hat Mitleid und bietet mir seine Softshelljacke an.
    DANKE! So kann ich wenigstens Jeremie, der wenige Minuten nach dem Start in einen komaähnlichen Schlaf fällt, zudecken (und meine kurz behosten Beine auch...).

    Jetzt verstehe ich, warum ein paar Passagiere aus dem anderen Flugzeug ihre Decken mitgenommen haben...

    Endlich landen wir in Las Vegas und die ersten Spielautomaten erwarten uns bereits am Flughafen.





    Es ist erwartungsgemäß heiß, und wir reihen uns in die Warteschlange für das Taxi ein. Es dauert etwa 30 Minuten, dann sind wir durch und lassen uns ins Hotel Excalibur fahren.

    Wir organisieren uns beim „Baja fresh“, der in unserer Hotellobby ist, einen super leckeren TexMex-Imbiss, den wir im Zimmer genüsslich verspeisen. Wie ich es liebe...quesadillas, tortilla chips, salsa, jalapenos, burritos.

    Nach einem kurzen Anruf bei Oma und Opa zu Hause, die bereits schon wieder beim Frühstück sitzen, können wir endlich gegen 23 Uhr Ortszeit in unsere Betten fallen.

  6. #6
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Tag 2: 19.08.2011: Las Vegas - Hoover Dam - Lake Mead

    Tag 2: Freitag, 19.08.2011:

    Wir sind erfreulich gut ausgeruht und machen uns schon um 6:45 Uhr auf die Suche nach einer Futterstelle. Wir finden sie in unserem Hotel Excalibur bei Starbucks.


    Immer wieder gut, immer wieder gerne.

    Dann schnell noch mal ins Zimmer, alle Taschen geholt und ausgecheckt, denn um 7:30 Uhr wartet schon unser Fahrer, der uns zu unserer Vermietstation bringt.


    Unser Hotel Excalibur


    Der Transferbus klappert noch ein paar andere Hotels ab und bringt uns dann zügig zu Moturis.






    Einer muss ja das Gepäck im Auge behalten...

    Auch hier sind wir wieder die Letzten aus dem Bus, die ihren Voucher abgeben und die Formalitäten regeln. Warum nur? Nun ja, letzten Endes macht es keinen großen Unterschied, denn es fahren fast alle annähernd zeitgleich vom Platz.

    Wir sind schon ganz neugierig auf unser Wohnmobil und endlich führt uns ein Mitarbeiter hin und erklärt uns ein paar Dinge.
    Wir sind sehr zufrieden, denn das Wohnmobil ist noch ziemlich neu und wirklich ausreichend groß für vier Personen.



    Nach der ausführlichen Einweisung in einem anderen, größeren RV, kann es für uns dann endlich losgehen.

    Dass wir vor lauter Begeisterung und Tatendrang völlig vergessen, in unserem GPS einen Punkt bei unserem Vermieter zu setzen, wird uns erst am Tag der Rückgabe schmerzlich bewusst...

    Wir suchen natürlich zuerst einen Walmart auf, um uns mit allen notwendigen Dingen des Lebens einzudecken. Nach etwa 2 Stunden haben wir das Nötigste zusammen. Wenn ich bedenke, dass ich manchmal bei ALDI schon eine Stunde brauche, wenn meine beiden Kinder dabei sind, sind zwei Stunden für den riesigen Walmart nicht viel.
    Allein die Herausforderung bei der Milch, mit Fett, mit wenig Fett, mit gar keinem Fett, dafür aber mit Vitaminen, oder mit Aloe vera (???), große oder kleine Flasche, und das alles bei 5 verschieden Marken... Da muss man schon ein bisschen lesen.

    Als wir die erste Ladung ins Womo schleppen, fällt uns keine zwei Minuten später ein, dass wir noch was vergessen haben. Während ich reichlich Obst zurechtmache, geht Robert noch mal rein und holt den Rest. Naja, fast den Rest, denn als wir uns im Womo noch auf dem Parkplatz des Walmart häuslich einrichten, fällt uns doch immer wieder was ein, was wir noch brauchen.

    Gegen 15 Uhr fahren wir weiter zum Hoover Dam. Vom RV-Parkplatz bis zum Visitor Center sind es etwa 20 Minuten zu Fuß.
    Es ist irre heiß und wir machen schon den ersten Fehler: Wir nehmen kein Wasser mit! Für die Besichtigung des Damms haben wir das irgendwie nicht auf dem Schirm. Glücklicherweise gibt es unterwegs auf der Staumauer einen Trinkbrunnen.


    Schon ganz schön beeindruckend, diese riesige Staumauer.





    Die Führung ist ziemlich interessant und wir würden sie auch weiterempfehlen.

    Für den ersten Tag ein kurzes Programm einzuplanen, ist nicht das Dümmste, denn allmählich schlägt auch der Jetlag wieder voll zu.

    Wir fahren nach dem Besuch des Hoover Dam nur noch ein kurzes Stück bis zum Lake Mead. Hier soll unsere erste Übernachtung sein.

    Noch bevor wir unser Wohnmobil auf dem Lake Mead RV Village verkabeln, fahren wir zum See, um noch kurz in die Fluten zu springen. Das Highlight des Tages für unsere Jungs! Wasser, egal wo, ist immer willkommen.



    Viel Zeit können wir uns nicht lassen, denn es wird langsam dunkel. Schnell zurück auf den Campground, Womo verkabeln, Kohle in den Grill schmeißen und Abendessen vorbereiten.

    Mittlerweile ist es total dunkel, draußen ist es immer noch heiß, die Kohle will nicht so recht und wir sind alle leicht gereizt.
    Jeremie ist hundemüde und auch wir anderen sind nicht mehr topfit. Mehr schlecht als recht bekommen wir dann doch noch ein einigermaßen durchgegrilltes Fleisch auf den Teller, das Brot zum Gegrillten muss leider ausfallen, weil es wirklich ungenießbar schmeckt.
    Nämlich genau so, wie Möbel riechen, die mit höchst schädlichem Lack behandelt sind. Fragt mich jetzt nicht, wie ich zu diesem Vergleich komme. Aber das Erste, was mir beim Hineinbeißen in das Brot einfällt, ist der Geruch einer Holzkommode, die in einem fünfzehn Jahre zurückliegenden Urlaub in unserem Motelzimmer stand...und mitten in der Nacht nach draußen wandern musste, weil bei dem Gestank keiner schlafen konnte.

    Wir werden trotzdem satt und fallen völlig erschöpft in unsere Betten. Schlafen kann ich erst, nachdem ich die Klimaanlage eingeschaltet habe, dafür dann aber richtig gut.


    Campground: Lake Mead RV Village

    Gefahrene Meilen: 70

  7. #7
    USA-Southwest-Liebhaberin Avatar von Simone
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    Juhuuu ich steige natürlich sofort mit ein, toll Elli

    Kali schläft sicher schon, also gibt´s noch gute Plätze

    Freue mich auf die Fortsetzung
    Viele Grüße Simone





  8. #8
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Hallo Steffi, Mella, Petra und Simone,

    herzlich willkommen in unserem fahrbaren Wohn- und Schlafzimmer! Es hat noch reichlich Platz, sucht euch den schönsten raus!
    Ich freu mich, euch an Bord zu haben.

    Zitat Zitat von Simone Beitrag anzeigen
    Kali schläft sicher schon, also gibt´s noch gute Plätze
    Echt? Habt ihr mal "kontrolliert", ob das grüne Licht aus ist?

  9. #9
    Amerika-Virus infiziert Avatar von pietja
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    Er steht nicht in der Liste der zur Zeit aktiven Nutzer auf der "Forum"-Seite. Will sich wohl keinen "Verweis" von uns Einhandeln

  10. #10
    USA-Southwest-Liebhaberin Avatar von Simone
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    Zitat Zitat von pietja Beitrag anzeigen
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    Viele Grüße Simone





  11. #11
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Tag 3: 20.08.2011: Lake Mead - Route 66 - Grand Canyon South Rim

    Tag 3: Samstag, 20.08.2011:

    Schon am frühen Morgen, die Sonne ist kaum ein Stündchen da, ist es wieder total heiß. Draußen frühstücken ohne Schatten geht gar nicht. Also bleiben wir im RV und lassen uns da unser Frühstück schmecken.


    Die Aussicht zum See ist "unverbaut" und einfach schön...

    Zu Müsli, Muffins und Latte macchiato bzw. Tee würden jetzt noch leckere Brötchen schmecken... gut, wenn man die amerikanischen Brötchen toastet, werden sie fast ein bisschen lecker...

    Aber ehrlich gesagt, ist uns das alles ziemlich egal, wir werden immer satt, und wir legen die Messlatte für Backwaren in diesem Urlaub eben weiter unten an, dann passt das schon.

    Wir machen uns abfahrbereit, bezahlen unsere erste Nacht bei den überaus netten Verwaltern (oder Besitzern?) des Campgrounds und fahren zuerst nach Kingman.

    Hier zweigen wir ab auf die alte Route 66, die uns erst mal nicht so spektakulär vorkommt.



    Ich kann jetzt auch nicht genau sagen, was ich erwartet habe. Wahrscheinlich das Flair aus längst vergangenen Tagen, keine Ahnung.


    Das Highlight ist einzig erst mal dieser Anhänger auf dem Parkplatz des Supermarktes.


    Irre lange Güterzüge sehen wir auf der Fahrt einige, gezogen von 3 oder 4 Loks.

    Dann erreichen wir Seligman. Hier werden die Fünfziger wiederbelebt. Jeder, der einen Laden oder ein Café hat, pimpt ihn bis zum Gehtnichtmehr auf Golden Fifties (oder manchmal auch nur kitschig bunt...).















    Wir nehmen uns eine halbe Stunde Zeit, um hier durchzulaufen und lassen die Stimmung auf uns wirken. Eigentlich ganz lustig, wenn auch nicht unbedingt authentisch.

    Weiter geht es über Williams bis zum South Entrance des Grand Canyon.



    Wir fahren auf den Parkplatz des Mather Point und stellen erst mal fest, dass es wesentlich originellere Wohnmobile gibt, als unseres...



    Wir laufen zum Rim und sind irre gespannt, was uns jetzt gleich erwartet.



    Bilder vom Grand Canyon haben wir schon viele gesehen, aber wirklich hier zu stehen und in diesen riesigen Canyon hinunterzuschauen, ist ein ganz besonderer Moment...



    Was wir hier und jetzt sehen, können wir mit Worten nicht beschreiben...



    Das abendliche Licht ist einfach so schön, wir wollen gar nicht weg.





    Da es aber noch ein bisschen braucht, bis die Sonne untergeht, gehen wir erst noch zum RV, um ein Abendessen zuzubereiten.

    Das Nudelwasser will nicht so recht, es dauert alles ein bisschen länger als gedacht. Also gehe ich allein zum Rim vor, um Fotos vom Sonnenuntergang zu machen.
    Tja, wäre schön gewesen... Da hab ich ein bisschen zu lange getrödelt, denn das Spektakel ist knapp vorbei, Mist!

    Nun, ist nichts mehr dran zu ändern, wenigstens schmeckt unser Nudelgericht.
    Nach dem Essen fahren wir zügig zu unserem Campground, wo wir nach Dumpen und Frischwasser Tanken in fast völliger Dunkelheit (und das auch noch beim ersten Mal!) auf unsere Site fahren und schnell ins Bett gehen.

    Mit der Zeitverschiebung stehen wir immer noch ein bisschen auf dem Kriegsfuß.


    Campground: Grand Canyon Mather Campground

    Gefahrene Meilen: 270

  12. #12
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Tag 4: 21.08.2011: GC Rimtour und Trail zum Ooh - Aah - Point

    Tag 4: Sonntag, 21.08.2011:

    War das eine angenehm kühle Nacht!

    Heute morgen trödeln wir ein bisschen und lassen alles etwas langsam angehen. Ein ganz gemütliches Frühstück gehört dazu, vor allem, weil wir keine allzu großen Taten heute vorhaben.


    Das Schönste am Campen: Aufwachen, raus und sofort beschäftigt!

    Am Visitor Center informieren wir uns zunächst an den Schautafeln über eine mögliche bzw. auch für einen Fünfjährigen gut machbare kurze Tour.
    Wir finden einen Trail zum Ooh-Aah-Point, der aber immerhin noch „difficult“ sein soll.

    Sicherheitshalber informieren wir uns bei den Rangern. Ja, der Trail sei teilweise etwas steil, aber wenn man gewohnt ist, sowas zu laufen, dann geht das schon. Man sieht auch immer wieder mal Kinder dort. Aha. Wir sollen aber erst am späteren Nachmittag losgehen, weil es sonst zu heiß ist.
    O.k., das lässt sich einrichten. Den Vormittag verbringen wir damit, mit den Shuttles einige Aussichtspunkte anzusteuern.


    Diese Beiden hier sind schon mal bereit für die Shuttle -Tour.

    Wir fahren zunächst mit der Blue Route bis zum Hermits Rest Transfer und warten dort auf die Red Route.

    Hier geht es ziemlich amüsant zu, da eine Rangerin alle Hände voll zu tun hat, die vielen dort wartenden Touristen einigermaßen geordnet in die folgenden Busse zu kriegen. Schön in der Reihe sitzen und immer nur dann vorrücken, wenn die Rangerin das Kommando gibt. Und nicht drängeln!
    Erstaunlicherweise klappt das recht gut, aber es ist halt echt lustig.
    Mit wirklich durchdringender Stimme gibt sie ständig Informationen weiter, wann, wo, welche Busse wohin fahren und wo man da am besten zusteigt.

    Wir fahren zunächst zum Mohave Point, von dem aus wir zum ersten Mal einen Blick auf den Colorado erhaschen, der sich ganz weit unten durchs Tal schlängelt.





    Zum Fotografieren haben wir uns so ziemlich die schlechteste Tageszeit herausgesucht. Das ist dann auch mal der Preis eines späten und gemütlichen Frühstücks...



    Wo Jonas munter rumturnt, trau ich mich gerade mal im Liegen heran...



    Weiter geht es zum Hermits Rest, wo wir aber nur kurz verweilen, weil die Zeit allmählich knapp wird.





    Die Idee, ein Stück weit zu Fuß am Rim entlang zurückzugehen, verwerfen wir. Es ist viel zu heiß und wir wollen unsere Kinder nicht schon vor unserer geplanten kleinen Tour plattmachen.

    So nehmen wir wieder den Bus, aber auch mit dem Bus zieht sich die Strecke bis zum Parkplatz am Visitor Center ganz schön hin.

    Wir essen kurz was zu Mittag und wollen gegen 15:30h mit dem Bus zum South Kaibab Trailhead fahren.
    Da verdunkelt sich der Himmel, ein fernes Donnergrollen ist zu hören und es fängt an zu regnen. Wir bangen um unseren Trail.
    Gut, wir haben Regenjacken dabei, aber bei Gewitter bin ich jetzt nicht so der Held. Robert meint, wir sollten auf jeden Fall mal losziehen, wenn das Wetter sich verschlechtert, können wir immer noch umkehren. Recht hat er!

    Am Trailhead angekommen, regnet es zwar immer noch, aber der Himmel sieht nicht so aus, als ob dies noch lange anhält.



    Und tatsächlich können wir nach kurzer Zeit unsere Regenjacken ausziehen. Die Sonne kommt wieder hervor und beschert uns auf unserem Weg zum Ooh-Aah-Point eine wunderschöne Stimmung!



    Von oben in den Canyon hinunter zu schauen, ist toll, aber ein Stück weit darin zu wandern ist um ein Vielfaches schöner! Hier und jetzt entscheide ich, dass ich auf jeden Fall mal in den Canyon ganz hinunter laufen will. Nicht in diesem Urlaub, aber sollte ich nochmal wiederkommen, dann...

    Nach 40 Minuten sind wir beim Ooh-Aah-Point und genießen die tolle Aussicht.



    Jonas turnt wieder mal wie ein Weltmeister auf den ausgesetzten Felsen herum. Klar weiß ich, dass er aufpasst, aber ich bin auch nur eine Mutter...

    Jeremie ist schon eher von sich aus vorsichtig, aber natürlich behalten wir ihn besonders gut im Auge und oft auch an der Hand.


    Hier springen auch jede Menge Einheimische herum...

    Wenn wir jetzt wüssten, wie lange wir für den Rückweg brauchen, könnten wir warten, bis die Sonne untergeht und danach erst loslaufen...
    Wissen wir aber nicht, und da sowieso wieder eine größere Wolke von Westen her aufzieht, treten wir den Rückweg an.



    Obwohl es ziemlich steil ist, läuft auch unser Kleiner alles allein, Respekt! Kein Meckern, nichts! Jonas rennt vorne weg, ich glaube er will sich selbst was beweisen...

    Bei einem Blick zurück fangen wir beim Hochlaufen die wunderschöne Abendstimmung ein und können einmal mehr kaum fassen, wo wir hier eigentlich sind und wie schön es hier ist.



    Auf dem Rückweg zum Campground kaufen wir im gut sortierten General Store noch ein paar Kleinigkeiten ein. Und nach einem schnellen Abendessen fallen wir alle schon wieder mal ganz arg müde in unsere Betten.


    Campground: Grand Canyon Mather Campground

    Gefahren sind wir mit dem Camper heute nur zum Parkplatz...

  13. #13
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Tag 5: 22.08.2011: Grand Canyon - Horseshoe Bend - Page


    Tag 5: Montag, 22.08.2011:

    Ich bin um 4 Uhr wach und beschließe, meine Idee von gestern Abend, nämlich heute den Sonnenaufgang anzusehen, in die Tat umzusetzen.

    Robert, der gestern noch unschlüssig war, lässt sich von meiner Euphorie anstecken und kommt mit.
    Wir stehen um 4:30 Uhr auf, ziehen uns leise an, schnappen die Fotoausrüstung und gehen los.
    Den Jungs haben wir schon gestern Abend gesagt, dass wir am heutigen frühen Morgen eventuell unterwegs sein werden.

    Auf dem CG und an der Straße ist es noch kuhnacht. Da ändert auch die kleine Stirnlampe, die wir dabei haben, nichts daran. Wir haben Mühe, die Bushaltestelle zu finden, da wir versäumt haben, am Vorabend die Lage ordentlich zu peilen.

    Es dämmert und Robert hat die Befürchtung, dass wir zu spät kommen werden.
    Endlich kommt ein Bus, der uns zum Visitor Center bringt. Hier müssen wir noch einmal umsteigen und fahren zum Yaki-Point.

    Spitze, wir sind noch nicht zu spät!

    Allein sind wir auch nicht, aber trotz mehrerer Menschen ist es sehr ruhig und die Stimmung ist einzigartig.











    Etwa 1 ½ Stunden verbringen wir am Yaki-Point, dann machen wir uns auf den Rückweg.

    Unsere Kinder schlafen noch immer, naja, es ist auch noch nicht mal halb acht.

    Nach dem Frühstück und dem Verstauen aller losen Gegenstände im Camper brechen wir auf nach Page.
    Wir fahren den Desert View Drive in Richtung East Exit.



    Am Desert View machen wir Halt und sind einmal mehr begeistert vom grandiosen Grand Canyon.
    Es ist noch früher Vormittag und das Licht und die Farben sind wunderschön.









    Jeremie entdeckt als Erster ein Schlangengetier...eine harmlose Gopher Snake, wie ich mir sagen ließ.






    Weiter geht es Richtung Lake Powell. Gegen 15 Uhr erreichen wir den Trailhead des Horseshoe Bend.

    Ich bin ziemlich aufgeregt, weil ich hier eines meiner Highlights erwarte.

    Die Hitze ist unbeschreiblich und wir rüsten uns für die Strecke mit 2 Gallonen Wasser.

    Ich entscheide mich gegen die Wanderschuhe und für meine Scarpas, weil es ein relativ kurzer Weg ist... Blöde Entscheidung! So bequem die Scarpas sind, sie füllen sich binnen Minuten komplett mit Sand. Leute, zieht euch hier am besten knöchelhohes Schuhwerk an!





    Eine ganze Zeit lang deutet nichts, aber auch gar nichts, auf das zu erwartende Naturwunder hin. Nur Sand, Büsche und Felsen in der Ferne.



    Wir trinken ständig und haben das Gefühl, dass uns jetzt demnächst von der heißen Sonne alle Härchen abgesengt werden. Keine Ahnung, wie heiß es war, aber heißer war es den ganzen Urlaub über nirgends (oder wir haben uns irgendwann daran gewöhnt...).



    Als wir ankommen und einen Blick über die Felskante werfen, sind wir mal wieder geplättet! WOW!





    Irgendwie muss ich doch den ganzen Horseshoe Bend aufs Bild kriegen...Vielleicht, wenn ich auf dem Fels liegend ganz nach vorne robbe...



    Nee, geht auch nicht, schade. Auch für die große Kamera haben wir leider nicht das passende Objektiv...egal.

    Die Jungs verziehen sich gleich an den einzigen Schattenplatz, der sich unter einem kleinen Felsen anbietet, während wir noch schauen, staunen und fotografieren.







    Noch schnell den Sand aus den Schuhen entfernen....

    Der Rückweg ist anstrengend, weil es durch den Sand bergauf geht. Jeremie hat trotz vielen Trinkens einen hochroten Kopf und mag nicht mehr. Nun ja, in dieser Größenordnung nimmt man die Kids auch mal auf die Schultern.





    Endlich sind wir zurück am RV und die zwei Gallonen Wasser sind schon wieder herausgeschwitzt...

    Wir fahren das kurze Stück bis zum Wahweap Campground am Lake Powell. Hier haben wir alle Annehmlichkeiten wie Full Hook-up, Wifi, Laundry.

    Die Aussicht zum See ist schon ganz toll, der CG selbst hingegen hat nicht besonders viel Charme. Die Sites sind asphaltiert, was natürlich vieles erleichtert. Aber wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich lieber für Natur pur.



    Schön ist es hier aber doch auch irgendwie...

    Für das Abendessen haben wir extra dicke Steaks gekauft, die gegrillt, mit Salat hervorragend schmecken. Leider ist die Essmotivation bei Jeremie gleich Null, er ist stehend K.O.. Naja, er ist auch heute wieder richtig tapfer gelaufen, der kleine Kerl!

    Aber mehr als Essen und Abspülen ist bei uns auch nicht mehr drin.


    Campground: Wahweap CG

    Gefahrene Meilen: 147

  14. #14
    Kanadier Avatar von Kali
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    Kali schläft sicher schon, also gibt´s noch gute Plätze
    Also Leute so geht das aber nicht.
    Erst mich unter dem Vorwand der besseren Genesung ins Bett schicken,dan kontrolieren ob ich auch das (grüne)Llicht aus habe, sich dann die besten Plätze sichern und dann auch noch ohne mich losfahren.
    Ich muß mir ersthaft überlegen ob ich nicht irgendwelche Sanktionen gegen euch aussprechen sollte.
    So und jetzt rutsch mal ein bischen zusammen damit ich auch noch mit kann.
    Gruß Kali

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  15. #15
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Zitat Zitat von Kali Beitrag anzeigen
    Also Leute so geht das aber nicht.
    Erst mich unter dem Vorwand der besseren Genesung ins Bett schicken,dan kontrolieren ob ich auch das (grüne)Llicht aus habe, sich dann die besten Plätze sichern und dann auch noch ohne mich losfahren.
    Ich muß mir ersthaft überlegen ob ich nicht irgendwelche Sanktionen gegen euch aussprechen sollte.
    So und jetzt rutsch mal ein bischen zusammen damit ich auch noch mit kann.
    Oooch, Kali, sei doch nicht gleich beleidigt! Weißt du, du bekommst einen Ehrenplatz und einen verantwortungsvollen Job. Magst du beim Kühlschrank sitzen und dich um die Getränke kümmern? Aber denk dran, wir haben auch Kinder an Bord!!! Also nicht den ganzen Platz für´s Bier in Beschlag nehmen!

  16. #16
    Kanadier Avatar von Kali
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    Hallo Elli,
    du bekommst einen Ehrenplatz und einen verantwortungsvollen Job. Magst du beim Kühlschrank sitzen und dich um die Getränke kümmern?
    in diesem Falle würde ich von weiteren Sanktionen absehen.
    Gruß Kali

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  17. #17
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Zitat Zitat von robbelli Beitrag anzeigen
    Magst du beim Kühlschrank sitzen und dich um die Getränke kümmern?
    Dann kannst Du Dich auch gleich da hinten um die Kiddies kümmern und sie belustigen
    Best regards,
    Stefanie

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  18. #18
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Tag 6: 23.08.2011: Upper Antelope Canyon und Antelope Point

    Tag 6: Dienstag, 23.08.2011:

    Ich habe ernsthaft versucht, zu schlafen, ohne die Klimaanlage anzumachen. Vergiss es!

    Glücklicherweise läuft sie recht ruhig und sie ist gut einstellbar, dass es nicht unangenehm zieht.
    Solange wir auf einem Campground sind, der über einen Stromanschluss verfügt, gönnen wir uns den Luxus...

    Trotz Hitze am Morgen können wir sehr relaxed draußen frühstücken. Wir haben einen wunderbaren kleinen Baum auf unserer Site, der unseren Tisch perfekt beschattet. Außerdem geht ein leichter Wind...so kann man es gut aushalten.



    Wir „nabeln“ unser Womo nach unserem gemütlichen Frühstück ab und fahren zum Upper Antelope Canyon, um für 12 Uhr eine Tour zu reservieren. Leider ist die Zeit etwas zu knapp, um den Lower Canyon noch davor anzuschauen. Da hätten wir uns beim Frühstück etwas mehr sputen müssen.

    Die Reservierung für die Tour klappt, und weil wir noch genug Zeit bis zum Beginn haben, fahren wir zum Antelope Point, um ein bisschen zu baden.



    Ich habe tolle Bilder von dort gesehen, da will ich jetzt also auch hin. Hmmm, wo genau ist jetzt diese tolle Badestelle?

    Wir fahren einige Wege hin und her, Robert hat das RV gut im Griff, Zugang zum See finden wir aber nicht auf Anhieb.

    Bei der Marina auf dem Parkplatz fragen wir den ein oder anderen Einheimischen, die wissen aber alle nur, wo man die Boote zu Wasser lassen kann...

    Ich probiere mein Glück mit einer freien Internetverbindung und bin erfolgreich. Ich suche die Bilder von der tollen Badestelle heraus und spreche nochmal einen Mitarbeiter von dort im Büro an. Ich halte ihm mein Laptop mit dem Bild unter die Nase und frage ihn, ob er diesen Platz kennt.
    Ja, das sieht hier eigentlich überall so oder so ähnlich aus, wir müssten nur auf dem großen Parkplatz parken und einfach irgendwie zum Ufer des Lake Powell runterlaufen.

    Das machen wir und finden dieses fantastische Naturfreibad.





    Hach, was sind die Jungs glücklich! Wasser! Ein toller Platz für eine Abkühlung.



    Das Wasser hat die perfekte Temperatur und man kann ganz bequem auf flachen Steinplatten hineingehen. Besser geht’s nicht.



    Eine knappe Stunde können wir diese wunderschöne kleine Bucht genießen, dann fahren wir zum Upper Antelope Canyon zurück, um unsere Tour zu starten.

    Diesmal ziehe ich gleich meine Wanderschuhe an, denn natürlich gibt es auch hier viel Sand.

    Wir begeben uns, bestückt mit reichlich Trinkwasser, zu den zahlreichen anderen Menschen, die mit uns auf den Beginn ihrer Tour warten.



    Mit etwa 10 anderen Touristen klettern wir auf einen Pick-up, dessen Pritsche mit zwei Bänken ausgestattet ist. Irgendwie gab es einen Fehler bei der Reservierung, es sind ein paar Leute zuviel, und wir müssen uns auf den Bänken noch ein bisschen quetschen. Jeremie muss zu mir auf den Schoß.

    Es geht endlich los und wir fahren etwa 20 Minuten durch das sandige Nichts.



    Wir werden kräftig hin- und hergeschüttelt und ich habe große Mühe, zu verhindern, dass sich Jeremie irgendwo am Auto den Kopf anstößt.

    Insgesamt fahren für die 12 Uhr -Tour 4 Pick-ups mit je etwa 15 Touristen zum Eingang des Upper Antelope Canyon. Klar, alle wollen dieses fantastische Naturereignis zur besten Tageszeit miterleben.

    Am Eingang des Canyon angekommen, können wir gar nicht so schnell vom Auto heruntersteigen, wie unser Guide davonrennt. Weg ist er...



    Hier geht´s rein...

    Dann laufen wir halt mal los, hinein durch den Eingang, und fangen an zu fotografieren.

    Es ist wieder einmal überwältigend, was die Natur hier geschaffen hat!





    Allerdings sind jetzt richtig viele Menschen hier im Canyon, denn auch die Rückkehrer der früheren Tour müssen durch den Canyon zurück laufen. So bieten sich nicht allzu viele Gelegenheiten, Bilder zu machen, ohne dass irgendeiner darauf zu sehen ist.





    Das tut unserer Begeisterung aber keinen Abbruch, denn schließlich sind wir nicht nur hier, weil wir allen anderen unsere Bilder unter die Nase halten wollen. Wir erleben hier und jetzt so fantastische Augenblicke, die uns keiner nehmen kann. Egal, wie viele Leute drumherum stehen.





    Nach einer knappen Stunde fahren wir mit dem Auto wieder zurück. Ein leichter Wind bläst uns den Sand in jede Ritze und Jeremie und ich müssen die Augen schließen, um das Unangenehmste zu vermeiden. Robert und Jonas sind so schlau, vorne beim Fahrer einzusteigen und haben eine deutlich komfortablere Rückfahrt als wir.

    Bevor wir wieder in unser Womo steigen, müssen wir uns erst mal grob entsanden, dann fahren wir ein weiteres Mal zum Antelope Point, weil die Jungs so gerne nochmal baden wollen.

    Es ist sooooo schön hier, einfach perfekt!











    Anschließend statten wir dem Walmart einen obligatorischen Besuch ab, weil wir heute Abend Burger grillen wollen.
    Außerdem muss Arizona Eistee im Kühlschrank aufgefüllt werden, worauf Jonas größten Wert legt.

    Und was soll ich sagen? Unsere Burger mit BBQ-Sauce, Salat, Tomate und Bulette schmecken fantastisch! Es werden nicht die letzten unserer Reise sein.

    Einfach herrlich, wenn man sich so unkompliziert selbst verpflegen kann.

    Als dieser eindrucksvolle Tag zu Ende geht, werden wir auch noch mit einem wunderschönen Abendrot belohnt.









    Mann o Mann, haben wir ein Glück, einen so tollen Urlaub erleben zu dürfen!


    Campground: Wahweap CG

    Gefahrene Meilen: 50

  19. #19
    Kanadier Avatar von Kali
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    Kein Thema,
    mach doch immer "den Pausenclown"
    Gruß Kali

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  20. #20
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Tag 7: 24.08.2011: Lower Antelope Canyon und Toadstool Hoodoos

    Tag 7: Mittwoch, 24.08.2011:

    Heute bin ich sehr früh wach. Für den Sonnenaufgang bin ich schon zu spät dran, aber es ist noch angenehm kühl draußen.
    Meinen recht langen Fußweg zur Laundry säumen heute früh viele Hasen, die kreuz und quer herum hoppeln. Schön, diese friedliche Morgenstimmung...

    Nach dem Frühstück wollen unsere Jungs noch einmal baden gehen. Also mache ich unser RV startklar, während Robert mit ihnen zum Strand am Campground geht, damit sie wenigstens mal kurz ins Wasser tauchen können.
    Von unserer Site ist man in ein paar Minuten dort. Allerdings ist der Strand hier nicht so lohnenswert, oder wir haben nicht den richtigen gefunden. Aber es geht ja auch nur darum, dass die Kids ein bisschen Spaß haben.

    Heute steht für den frühen Mittag der Lower Antelope Canyon auf dem Programm. Am Nachmittag wollen wir noch zu den Toadstool Hoodoos fahren, die sich bereits in Utah befinden.

    Also, nicht lange trödeln, los geht’s.

    Am Lower Antelope Canyon angekommen, haben wir schon die Befürchtung, wir könnten viel zu spät dran sein, und alle Touren um die Mittagszeit sind schon voll....



    Es sind sehr viele Leute dort, die Schlange an der Kasse ist ewig lang und es scheint nur im Schneckentempo voran zu gehen.



    Dann sind wir aber doch endlich an der Reihe und wir können an einer Tour um 11 Uhr 45 teilnehmen.



    Wir vertrauen einfach mal darauf, dass uns schon niemand in den Canyon rein lässt, wenn Gefahr besteht...

    Weil ich bereits am Vortag im Upper Antelope Canyon erfahren habe, dass man hier auf Nachfrage und mit Stativ einen Photo Pass bekommt, hält Robert beim Bezahlen der Tour das Stativ mal demonstrativ in die Höhe. Und er muss noch nicht mal was sagen, er bekommt automatisch einen Photo Pass ausgehändigt. Damit darf er und eine zweite Person nicht nur ohne Guide losziehen, sondern auch ganze 2 Stunden im Canyon bleiben.
    (Diese Regelung wurde mittlerweile geändert, wie in vielen Reiseberichten zu lesen ist.)

    Jeremie versteht jetzt gar nicht, warum Jonas und nicht er diese zweite Person ist, aber nach kurzem Maulen läuft er eben mit mir, 24 anderen Touristen und unserem Guide los.

    Wir quetschen uns durch den Eingang, der hier nur eine Spalte ist und sehr unauffällig aussieht, und klettern über eine recht steile Leiter in die Tiefe.



    Die ein oder anderen Touristen kommen uns entgegen mit Panik im Gesicht... Es ist wohl nicht jedermanns Sache, in einen engen Canyon hinunter zu klettern und dort zu verweilen.

    Wir tauchen wieder ein in eine andere Welt.





    Unser aller Eindruck vom Lower Antelope Canyon ist WOW – WOW – WOW!



    War der Upper Canyon schon ein bombastisches Erlebnis, dieser Canyon hier ist um Längen farbenprächtiger, fantastischer, atemberaubender, spektakulärer!



    Es gibt stellenweise ziemlich enge Passagen und häufig müssen wir über steile Leitern oder Tritte weitergehen. Das hat auch einen ganz besonderen Reiz.

    Wir können uns viel Zeit lassen zum Schauen, Staunen und Fotografieren. Obwohl ich mit Jeremie die geführte Tour mache, haben wir zeitweise das Gefühl, ganz allein hier zu sein.





    Der Knaller ist unser Guide, der sich irgendwann mittendrin auf einen Felsen setzt und auf seiner mitgebrachten Flöte mystische Melodien spielt. Wir lauschen gebannt und ehrfürchtig.
    Meine Güte, was für ein Gänsehaut – Moment!

    Wir halten uns knapp 1 ½ Stunden im Canyon auf, dann klettern wir über eine steile Leiter wieder an die Oberfläche und laufen zum Parkplatz zurück.





    Robert und Jonas, die eine halbe Stunde später im Wohnmobil eintreffen, sind genauso beeindruckt.

    Wir machen uns im Wohnmobil unser Mittagessen, stocken unsere Vorräte im Walmart auf und fahren weiter in den Bundesstaat Utah.

    Unser Ziel am Nachmittag sind die Toadstool Hoodoos.

    Ab Page fahren wir etwa 25 Meilen, und erreichen gegen 16 Uhr den Parkplatz, der gleichzeitig der Trailhead ist.



    Wir gehen durch ein Weidetor und laufen immer am kleinen Wash entlang.







    Unsere Jungs sind mit Eifer dabei, und als die ersten und größten Hoodoos zu sehen sind, klettern sie auch gleich die Felsen hoch.





    Eine fantastische und spannende Klettergelegenheit...



    Wir stellen fest, dass es hier ein tolles Echo gibt, wenn man in Richtung White Rocks ruft oder klatscht.
    Darauf hin wird natürlich erst mal eine Weile gerufen und geklatscht. Es ist niemand da, den es stören könnte, höchstens ein paar Eidechsen.



    In der Ferne zieht ein Gewitter auf, wir hören den Donner, und Jeremie will gehen.
    Wir machen uns auf den Rückweg. Jeremie ist mal wieder ziemlich platt und will auf Roberts Schultern.

    Nach etwa 20 Minuten sind wir wieder am RV und fahren zurück nach Page.

    Selbst kochen oder grillen wollen wir heute nicht mehr, also gehen wir zu Taco Bell essen.
    Schmeckt uns wieder richtig gut, aber wir erfrieren fast, weil die Klimaanlage auf gefühlte 15 Grad runterkühlt. Essen wir eben ein bisschen schneller, dann können wir wieder nach draußen in die abendliche Hitze...

    Auf dem Rückweg zum Wahweap CG gibt es trotz einiger dunkler Wolken einen schön gefärbten Abendhimmel.





    Ein wunderschöner Abschluss eines ereignisreichen Tages.


    Campground: Wahweap CG

    Gefahrene Meilen: 88

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