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Thema: Farben und Formen des Südwestens

  1. #1
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Farben und Formen des Südwestens



    In 6 Wochen von Las Vegas über Yellowstone NP nach Denver


    Start:
    Las Vegas
    Ziel:
    Denver
    Gesamtstrecke:
    4442,5 Meilen
    Hikes:
    71,36 Meilen
    Min-Höhe:
    1.366,1 ft
    Max-Höhe:
    10.416,3 ft
    Ø -Höhe:
    5.000 ft
    Fahrzeuge:
    32 ft RV von Moturis

    Jeep Wrangler

    Jeep Cherokee
    Gas:
    525,445 gal
    Ø -Verbrauch:
    27,98l/100km
    Navi:
    Garmin Oregon 450
    Besondere Stationen:
    Valley of Fire

    Escalante

    Goblin Valley bei Vollmond

    Yellowstone

    Arches

    Lake Powell

    Überblick der Strecke:

    Best regards,
    Stefanie

    Das Colorado-Plateau mit "Recreation Vehicle" und 3 Kindern (2009)
    2715 Meilen von Chicago nach New York (2011)
    Formen und Farben des Südwesten (2011 - In 6 Wochen von Las Vegas über Yellowstone NP nach Denver)
    Die Canyon-Abenteuer-Tour (2014 )
    Flexibel durch den (Süd-)Westen (2016, LA - LV - Yellowstone - Denver)



    "Nur, wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen" (J. W. v. Goethe)






  2. #2
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Prolog

    Als klar war, dass ich meine Firma verlasse und auch noch eine Abfindung auf den Weg mitbekomme, war ebenfalls klar: Das Geld wird nicht nur in den Anbau gesteckt, nein auch wieder eine Reise in die USA wird damit finanziert. Die zweite Überlegung war, dass ich bei 6 Wochen Sommerferien diese ja nicht zu Hause verbringen muss, sondern das genauso gut in USA machen kann. Somit war die Entscheidung getroffen. 2011 geht es für 6 Wochen in die USA!!!

    Unser Traum war mit einem 5th-Wheeler sowie Pick-up als Zugfahrzeug diese Fahrt zu machen. Leider aber fanden wir bis auf einen Anbieter in San Francisco (die anscheinend auch nicht wirklich an einem Geschäft interessiert zu sein schienen) keine Möglichkeit, so ein Gespann in USA zu mieten. Es gibt haufenweise private Vermieter für 5th-Wheeler, aber dazu benötigte man ja auch einen Pick-up. Und in den Verträge der großen Anbieter ist das Ziehen eines Anhängers ausdrücklich verboten – abgesehen davon, dass man ja auch noch die Anhängerkupplung benötigen würde.

    Aber während der Suche flatterte mir ein super Angebot für einen 32ft langen RV ab Las Vegas ins Haus. Da griff ich dann gleich zu.
    So hatte ich dann 1,25 Jahre Zeit, diese fantastische Reise zu planen!


    Natürlich bekam Holger nicht 6 Wochen Urlaub am Stück. Aber auch das war kein Problem. Er würde einfach nachkommen. Es wurde definiert, welche Ziele ihn auch interessierten, die grobe Route festgelegt und dabei fiel die Wahl dann auf Jackson / Wyoming als Zielflughafen für ihn.

    Damit standen die Daten für den Yellowstone NP auch schon fest. Und nachdem ich im Forum schon viel über den Besucherandrang in diesem National Park gehört habe, wurden die 2 Campingplätze unserer Wahl bereits 1 Jahr im Voraus gebucht – im Sommer 2010.

    Da ich beim Hinflug alleine mit den 3 Kids (4, 11 und 12 Jahre alt) unterwegs sein würde, entschied ich mich dafür, mit Lufthansa zu fliegen. Der Service war OK, und im Falle von etwaigen Schwierigkeiten hatte ich auch noch deutsches Personal, mit denen ich mich gut verständigen konnte. Außerdem gab es bei den Preisen keine großen Unterschiede zu den anderen Airlines außer British Airways, die mir aber eine Verbindung anboten, bei denen ich von Frankfurt kommend auf dem Cityairport in London gelandet wäre, der Weiterflug aber von Heathrow startete
    . Na Danke auch schön: Einmal quer durch London mit drei Kindern, mehreren Gepäckstücken und der Zeitdruck. Never!!!

    Expedia hatte dann bei den Preisen noch einen geringen Vorteil vor Lufthansa. Und so buchte ich über Expedia: Hinflug über Los Angeles (hatte die günstigste Ankunftszeit in Las Vegas), Rückflug direkt von Denver.
    Trotz Buchung über Expedia konnte ich dann aber alles weitere (Sitzplatzreservierung, Spezialmenüs für die Kids und ESTA-Informationen) direkt über die Homepage von Lufthansa erledigen.


    Im Laufe des Jahres verschlang ich dann einiges an Reisebroschüren und Reisebrichten. Darunter:
    · USA – Der ganze Westen
    · Hiking from here to WOW (denn es sollten auch einige Backcountry-Touren dabei sein)
    · Wandern im Südwesten
    · Photographing the Southwest

    Die Campgrounds wurden gebucht, sobald es möglich war. Mir persönlich ist es lieber, zu wissen, wo ich abends unterkomme, und nicht mit drei Kindern noch lange suchen zu müssen. Damit ist dann auch der Druck weg, pünktlich anzukommen, um noch eine freie Site zu ergattern. Und wie man sehen wird, gab es trotzdem noch genügend Flexibilität und auch einige Planänderungen.

    Als letzte Vorbereitung habe ich mir ein GPS angeschafft. Für die Backcountry-Touren unerlässlich! Für die Straßennavigation gab es aber auch noch eine Straßenkarte dazu. Nun waren wir wohl gut gewappnet.
    Wir flogen direkt am ersten Ferientag der Baden-Württembergischen Sommerferien:
    Best regards,
    Stefanie

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  3. #3
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Donnerstag, 28. Juli 2011

    Der Wecker klingelte 1 Stunde vor der „normalen Zeit“. Alles verlief reibungslos und wir saßen bereits um 6:30 Uhr im Auto. Holger fuhr uns zum Rhein-Main-Airport. Da Ferienzeit war, erreichten wir diesen auch schon um 7:30 Uhr ohne jeglichen Stau. Da Holger arbeiten musste und am selben Tag noch nach München fuhr, lies er uns nur austeigen und fuhr gleich wieder weiter (Außerdem mag er keine Abschiede
    ).

    Leider klappte der Check-In am Automaten auch nach einigen Versuchen nicht (das gleiche Problem hatte ich bereits am Tag zuvor mit dem OnlineCheck-In). Also ab zum Schalter. Und auch hier hatte die Bodenstewardess einige Probleme uns einzuchecken. Keine Ahnung, warum? Auslöser war aber definitiv der Anschlußflug von LA nach Las Vegas. Erst nach mehreren Versuchen bekamen wir unsere Boardkarten und dann auch nur mit über den ganzen Flieger verstreuten Sitzen für den Flug von LAX nach LAS, obwohl auch schon für diesen Flug eigentlich Reservierungen vorlagen. Nun ja, das wollte ich in LA regeln.



    Nun hatten wir keine Zeit mehr für einen Kaffee bei Starbucks
    . Also direkt durch die Security und ab ans Gate.

    Dort nutzen wir dann das Preboarding für Familien mit kleinen Kindern. In der Maschine war dann erst einmal die Enttäuschung bei meinem Jüngsten ganz groß, weil es kein Inseat-Entertainment gab, was er von unserer ersten Reise dieses Jahr in den Nordosten gewöhnt war. Aber wir hatten genug Beschäftigungsmaterial (Nintendo) dabei, sodass der Flug auch ohne Inseat-Entertainment gut und ohne weiteres Gemaule verlief.

    Dazu bei trug auch der gute Service an Bord
    . Oft wurden Getränke gereicht, das Essen war gut und reichlich, und auch die Kindermenüs fanden ihre Abnehmer (teilweise mit Tauschgeschäften einzelner Zutaten zwischen den mitreisenden Personen), als Bordfilm gab es Rio und niemand vom Flugpersonal beschwerte sich, dass wir einige Runden drehten und eine Weile in einer der Bordküchen herumstanden und aus dem Fenster schauten.

    Und der Ausblick war wirklich gigantisch. Vor Grönland brach die Wolkendecke auf und so konnten wir schneebedecktes Land, kahle Berggipfel, und später dann auf dem Wasser treibendes Eis sehen.











    Wir flogen über die Hudson Bay und dann einmal komplett über den nordamerikanischen Kontinent. Was eine Landschaft!
    Und später sogar auch über den Yellowstone NP
    , was ich erst in letzter Minute bemerkte.





    Nach 11,5 Stunden landeten wir schließlich in LA. Einreise ging relativ problemlos, allerdings waren eine Menge Menschen unterwegs und standen in langen Schlangen an. Nach einigen Minuten wurden wir aber aus einer Schlange herausgeholt und zu einem Schalter für Citizen geschickt. Und hier waren wir dann auch bald durch.

    Gepäck geholt, hetzende Leute mit baldigem Anschlußflug vorbeigelassen, Gepäck aufs Band für Anschlußflüge gehievt und dann gesucht, wo sich Terminal 7 befindet. Den Weg nahmen wir schließlich zu Fuß, wir hatten genug Zeit und die Bewegung tat gut. Dort angekommen klärte ich noch ab, dass wir auch zusammenliegende Sitze bekamen und nun endlich konnten wir einen Kaffee bei Starbucks genießen
    . Somit bekamen wir die 4 Stunden Aufenthalt recht gut herum.

    Der Schock traf uns allerding, als wir die absolut kleine Maschine von United betraten
    , die uns nach Las Vegas bringen sollte. Die war wirklich klein, absolut alt und wir saßen ganz hinten, direkt neben der Toilette . Nun ja, es ging ja auch nur noch um eine Stunde.

    Leider bekam Marwin aber während der Landung dann Nasenbluten. Und Kevin bekam nur einen Anschiss der Stewardess, als er nach Eis fragte
    . Und auch nach Öffnen der Türen, kam sie nicht zu uns nach hinten, um zu helfen. Nein, gemeinsam mit dem Kapitän wartete sie vorne auf uns, bis wir bereit waren, das Flugzeug zu verlassen. Kein guter Service!

    Da wir nun also bereits seit 22 Stunden auf den Füßen waren, die Kids und ich auch entsprechend müde, machten wir uns nun langsam auf den Weg zur Gepäckausgabe. Und sauber mussten wir uns ja auch noch machen. Die Führung übernahmen hier ungefragt meine beiden Großen
    , die nach dem Gepäckband Ausschau hielten und uns durch die riesige Halle führten. Das war eine große Hilfe, so konnte ich mich um Marwin kümmern.

    Als wir dann endlich bei unserem Gepäckband ankamen standen unsere Koffer bereits daneben und gerade wollte ein Mann vom Bodenpersonal diese wegräumen. Ich fragte nach einem Gepäckpagen, der uns half, die Koffer zu den Taxis zu bringen. Das würde er machen, war die prompte Antwort. Und schon waren wir auf dem Weg nach draußen. (Juhuu, da ist er wieder, der Service!


    Im Gegensatz vom Morgen in Frankfurt, wo wir bei regnerischen 17°C abgeflogen waren, erwartete uns nun Sonnenschein und über 30°C. Es war heiß!
    Der Page hatte einen extra Wartebereich, so dass wir uns gar nicht am Ende der Taxischlange anstellen und nur auf ein Auto, welches groß genug war für unser ganzes Gepäck und uns, warten mussten. Diesen Umstand nahmen wir dankbar an.

    In der Hotellobby des Excalibur erwartete uns die nächste Schlange und endlich auf dem Zimmer wollte dies keiner von uns wieder verlassen. Wir waren fertig!
    Geplant war, noch ein paar Bilder auf dem Strip zu machen, oder sogar bis zur Freemont Street zu fahren. Aber geschafft habe ich nur noch ein paar Bilder vom Hotel und das Holen von 3 Pizzas.

    Gefahrene Meilen: -
    Zeit unterwegs: ca. 23h
    Campground: Hotel Excalibur
    Besonderheiten:
    Geändert von Vorfreude (14.02.13 um 16:12 Uhr)
    Best regards,
    Stefanie

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  4. #4
    Reisebär Avatar von Taiger.Wutz
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    Wow Steffi... was für ein Anfang! Klasse, auch das Layout Deines Berichtes. Mal was anderes, gefällt mir aber ausgesprochen gut

    Auch die Erlebnisse an Bord der Maschinen beschreibst Du recht anschaulich.
    Siehe da, manchmal schlägt die Realität doch das Klischee (LH = schlechter Service, UA = ...na ja!) Solch einen muffigen und unfreundlichen Umgang bei UA ist mir allerdings neu, zumindest mir nie passiert! Bei und mit LH hatte ich Gottseidank noch nie Probleme.

    Die Einreise kenne ich auch nicht anders. Gut so.

    Alles in allem ein recht turbulenter und kurzweiliger Beginn.
    Du schreibst und beschreibst auch sehr blumenreich, die Fotos sind natürlich wieder a la boneur.

    Ich harre...

    Gruß
    Günter
    "lieber mit allen Wassern gewaschen
    als nicht ganz sauber"

  5. #5
    Kanadier Avatar von Kali
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    Na da werd ich euch doch mal sofort begleiten.
    Ist ja schon wieder so lange her.
    Gruß Kali

    2001 2007 2012 2017


  6. #6
    ... runs on Dunkin Donuts Avatar von didiz58
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    Der Anfang macht Lust auf mehr, aber, auch wenn es jetzt pingelig erscheinen mag, den Yellowstone NP in den Südwesten zu legen, halte ich schon für sehr gewagt...
    LG von Dieter (und Birgit schließt sich an)


  7. #7
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Hallo Ihr Drei,

    willkommen an Bord!

    @Günter,
    danke für Deine vielen Lobe. Hoffentlich werde ich dem gerecht....
    Zitat Zitat von didiz58 Beitrag anzeigen
    Der Anfang macht Lust auf mehr, aber, auch wenn es jetzt pingelig erscheinen mag, den Yellowstone NP in den Südwesten zu legen, halte ich schon für sehr gewagt...
    Ja, das finde ich allerdings sehr pingelig .
    Außerdem ist das der einzige Ausreißer. Dann nenne ich den Bericht nun "Farben und Formen des Südwestens und des Yellowstones"
    Best regards,
    Stefanie

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  8. #8
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Aber ich habe ja vor lauter Aufregung vergessen, unser Hotel ein wenig vorzustellen:













    Und das war der Blick aus unserem Fenster:

    Best regards,
    Stefanie

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  9. #9
    ... runs on Dunkin Donuts Avatar von didiz58
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    Dann nenne ich den Bericht nun "Farben und Formen des Südwestens und des Yellowstones"
    Für mich brauchst du den Titel nicht ändern, ich kann damit leben (auch wenn es schwer fällt).
    Übrigens: wir blicken auch schon ganz gespannt auf unsere Reise (zwei Tage Vegas sind auch eingeplant), auch wenn es noch ganze 86 Tage dauert (wein, jammer)
    LG von Dieter (und Birgit schließt sich an)


  10. #10
    Amerika-Virus infiziert Avatar von pietja
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    Hallo Steffi,

    dann steige ich doch auch gleich wieder zu und freue mich die Tour erneut zu fahren. Einige Streckenabschnitte möchten wir ja auch möglichst bald (leider nicht wie angedacht dieses Jahr) besuchen und so kann ich wenigsten schon mal anfangen Ideen zu sammeln.

  11. #11
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Freitag, 29. Juli 2011

    Um 5am klingelte der Wecker. Irgendwie war da nix mit Jetlag und so. Wahrscheinlich hat sich mein Körper gedacht, er bleibt einfach in USA seit wir im Juni wieder zurückgeflogen sind. Die Jungs sind schnell aufgewacht, wir zogen uns an, packten die wenigen benötigten Sachen wieder zusammen und machten uns wieder auf den Weg – nicht jedoch ohne ein paar Bilder des sehr schönen Sonnenaufgangs.



    Ich hatte am Vorabend schon eruiert, dass es im ganzen Hotel keine Möglichkeit gab, vor 7am zu frühstücken. Um 7:30am holte uns aber der Shuttle von Moturis ab. Somit würde das ganz schön eng werden mit einem richtigen amerikanischen Frühstück. Und dabei hatten wir uns schon so sehr darauf gefreut.
    Und hetzen wollte ich am ersten Morgen ganz und gar nicht. Allerdings war genau am hinteren Ausgang, genau da, wo das Shuttle stehen sollte, auch ein Starbucks, der laut meinen Informationen auch 24h rund um die Uhr aufhat.
    Also schafften wir das Gepäck dort hin. Während die Jungs dort warteten, ging ich noch schnell auschecken an der Rezeption (man sind das immer Wege in diesen Hotels
    ) und dann wollten wir lecker frühstücken.

    Doch Starbucks hatte wohl auf, aber die leckeren Teilchen, die es da immer zu essen gibt, waren nicht da! Die Theke war leer
    – bis auf ein paar abgepackte Sandwichs. Zum Leidwesen meiner Kinder kaufte ich halt das, was da war. Wenigstens einen leckeren Kaffee und cold Hot Chocolate (anders war ein kalter Kakao für Marwin nicht zu bekommen) gab es. In unserem Reisegepäck fanden sich noch ein paar Kekse, so waren dann doch alle zufrieden.

    Und was soll ich Euch sagen: 10 Minuten nach 7 wurde die Theke gefüllt. All die leckeren Cookies, Muffins, Croissants usw. wurden herangefahren und in die Regale gelegt. Naja, für uns war der Zug abgefahren.

    Pünktlich machten wir uns dann auf den Weg nach draußen. Unser Shuttle wartete schon. Mit uns stieg noch eine Familie mit drei Kindern ein (diese wollten aber in die entgegengesetzte Richtung starten) und dann…

    … warteten wir. Denn es fehlte noch eine Familie. 10 Minuten später kamen sie dann: Ein französisches Pärchen mit 5(!) Kindern. Jetzt konnte es endlich los gehen.
    Moturis hat ein riesiges Gelände genau hinter El Monte, die wir ja noch vom letzten Mal in äußerst schlechter Erinnerung hatten. Ich konnte nicht anders, und musste in deren Richtung beim Vorbeifahren einmal die Zunge raus strecken
    . Die aus der Schweiz stammende Firma Moturis hat sich in USA inzwischen mit Campingworld zusammen getan, die Neu- und Gebraucht-Motorhomes verkauft, sowie jede Menge Campingstuff. Entsprechend viele tolle Fahrzeuge standen hier auf dem Gelände.

    Als wir im Büro ankamen und mich der schweizer Mitarbeiter sah, den ich bereits im Mai in Chicago beim Testdrive kennengelernt hatte, nickte er nur kurz, verschwand in einem Zimmer und kam mit meinem auf Cape Code abgeschickten Paket wieder heraus. „Soll ich das ins Auto bringen?“ Na klar!


    Leider mussten wir nach Erledigung des Papierkrams warten, weil unser Fahrzeug noch gewaschen werden musste. Doch wir konnten warten, denn schließlich erwartete uns ja dieses tolle Vehicle :











    …und auf unserem Programm stand heute nur Einkaufen! Einkaufen im Walmart, Einkaufen von Cowboyhüten bei Sheplers in der Sahara Avenue, dann noch mal zu Sam’S Town Casino, weil sie nur dort in der Filiale noch Kinnriemen für Kevins Hut hatten. Und dann meldete sich bei mir die Müdigkeit. Obwohl noch nicht alles vorhanden, brach ich langsam genervt den Einkaufmarathon ab und steuerte den Oasis Campground, südlich des Flughafens, an.

    Wir sprangen noch einmal in den Pool und dann war es das für diesen Tag.



    Gefahrene Meilen: 26,5
    Zeit unterwegs: ca. 10h
    Campground: Oasis Campground, Las Vegas
    Besonderheiten:
    Geändert von Vorfreude (14.02.13 um 16:13 Uhr)
    Best regards,
    Stefanie

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  12. #12
    Amerika-Virus infiziert Avatar von pietja
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    Ah, jetzt weiß ich auch, wo Ihr Eure tollen Cowboyhüte herhabt!

  13. #13
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Hallo Petra,

    schön, dass Du auch noch mal mit von der Partie bist. Aber warum wird es denn nichts mit Eurem Urlaub dieses Jahr?
    Best regards,
    Stefanie

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  14. #14
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    Liebe Steffi,
    natürlich fahre ich gerne mit. Ich freue mich schon auf meinen non-stop Flug. Bei 4 Personen würde ich allerdings auch die günstigere Variante wählen.

    LG
    Renate

  15. #15
    Swiss Lady Avatar von Rumba
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    so ich bin auch dabei. Fahre gerne nochmal mit natürlich habe ich es mir gleich in dem gemütlichen Ohrensessel im Wohnwagen bequem gemacht. Wenn ich die Bilder von Las Vegas sehe kann ich mir nur schwer vorstellen, so lange nicht mehr die USA zu besuchen .... aber dank den super tollen RB's kann ich wenigstens in Erinnerungen schwelgen.....

    Viele Grüsse
    Monique

  16. #16
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Hallo Renate, Hallo Monique

    welcome on board.

    @Monique,
    ja, der Sessel war wirklich sehr gemütlich. Leider musste ich immer vorne sitzen .
    Best regards,
    Stefanie

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  17. #17
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Samstag, 30. Juli 2011

    Der Himmel war bewölkt, so wie am Tag zuvor. Aber –natürlich war es warm. Wir genossen ein schnelles Frühstück im Freien



    und schon um halb neun waren wir wieder einmal auf dem Weg zum Walmart. Beim Auspacken der Koffer und einräumen des Fahrzeuges waren mir noch einige Dinge aufgefallen, die fehlten.
    Und dieses Mal schafften wir es auch innerhalb 1,25 Stunden diesen riesigen Einkaufsladen wieder zu verlassen
    . Ich war nun beruhigt, denn alles wichtige war jetzt endlich an Bord, Kinder hatten alle benötigten Schuhe und Kopfbedeckungen und so konnte es nun richtig los gehen.

    Um der Symptomatik der „medialen Verblödung“ bei den Kids etwas vorzubeugen
    , wollte ich in diesem Urlaub Kevin und Justin das „Kartelesen“ beibringen. Das hatten wir bereits zu Hause abgesprochen, so würde ab heute abwechselnd einer der Beiden auf dem Beifahrersitz sitzen und mich lotsen. Heute war Kevin an der Reihe. Ich erklärte ihm, wie es geht und wohin wir als nächsten fahren wollten und fuhr, wie er es mir sagte. Das GPS war zwar an, aber protokollierte nur den Weg, den wir nahmen.

    Und was soll ich Euch sagen, gegen 11 am waren wir bereits im Valley of Fire State Park – ohne Umwege
    . Nicht zuletzt durch die Stimmen aus dem Forum, wollte ich diesem State Park noch einmal eine Chance geben. Außerdem hatte ich mir bei Isabel und Steffen Synnatschke einen Guide des Valley of Fire State Parks besorgt. Und da waren ja richtig tolle Gesteinsformationen zu sehen.

    Geplant hatte ich zwei kleine Hikes: zum Crazy Hill und zur Fire Cave. Mit dem Crazy Hill fingen wir an. Alle wichtigen GPS Koordinaten hatte ich bereits zu Hause auf dem GPS gespeichert. So konnte es los gehen. Also alles raus und…

    … es war heiss
    ! Inzwischen hatte sich auch die Bewölkung etwas aufgelockert. Zur Erinnerung, die letzten Wochen waren es um die 20°C gewesen zu Hause. Hier waren es inzwischen über 30°C. Wir packten uns einige (!) Liter an Wasser ein, ein paar Äpfel und dann begann das Abenteuer.


    Es war meine erste Wanderung nach GPS-Koordinaten querfeldein. Und so dauerte es auch etwas, bis wir unser erstes Ziel die Fire Cave fanden. Noch dazu kam, dass Justin etwas von Schlangen erzählte, Marwin Angst bekam und zurück wollte, in eine Gegend, wo andere Menschen herum liefen
    . Oh, das fing ja schon gut an.
    Dann hatten wir aber auch bald die Fire Cave gefunden. Natürlich war die Beleuchtung wieder nicht ideal, da die Sonne nun mit größter Kraft schien. Aber es war trotzdem schön.



    Und dann verstand ich leider die Beschreibung etwas falsch und wir suchten, und suchten und suchten… Nach einer ganzen Weile gab ich den Versuch auf, Thunderarch und Crazy Hill zu finden und wir kehrten um. Wieder zurück an der Fire Cave, las ich mir noch einmal in Ruhe die Beschreibung durch. Und dann sah ich meinen Fehler. Wir waren viel zu weit gelaufen. Ich erklomm einen kleinen Hügel und da war er: Der Thunderarch!





    Jetzt wollte ich aber doch noch den Crazy Hill mit seinen gigantischen Farben sehen. Marwin war fertig, Justin auch – also setzten wir uns erst einmal in einen kleinen Alkoven, der den einzigen Schatten hier lieferte. Wie aßen Äpfel und tranken Unmengen Wasser.



    Und in einer plötzlichen Eingebung sah ich, in welche Richtung ich gehen musste. Allerdings nur Kevin kam mit, die anderen Beiden wollten einfach nicht mehr und die lies ich dann im Schatten zurück. Wir überwuerten einen weiteren Hügel mussten, um eine kleine Ecke und da war dann auch das Ziel unserer Suche. Der Crazy Hill.




    Trotz dem grellen Sonnenlicht konnten wir das gigantische Farbenspektrum sehen. Wie musste der Anblick morgens oder gegen Abend sein? Ich machte einige Fotos














    und dann holten wir die Beiden anderen und machten uns auf den Weg zurück zum Auto. Dort vertilgten wir gleich wieder eine Flasche Wasser und schmissen die Klimaanlage an.

    Der kleine Ausflug hatte nun länger gedauert, als gedacht. (Es ist dann doch etwas anderes, seinen Weg zu finden, wenn man nicht ungehindert das Ziel gerade ansteuern kann....
    )



    Und wir waren alle noch nicht ganz aklimatisiert und die Zeitumstellung steckte uns in den Knochen, somit belies ich es dabei. Die Fire Wave musste warten, dafür hatten wir ja auch etwas tolles zu sehen bekommen. Und ich hatte es gelernt, mit dem GPS umzugehen…


    Wir fuhren nun noch den Scenic Drive ab und hielten bei der einen oder anderen Gesteinsformation.










    (was meint Ihr, wie groß dieser Baum ist?)


    Und gegen 4pm verließen wir den State Park und machten uns auf den Weg zum Snow Canyon State Park. Hier hatten wir einen Platz auf dem Campground reserviert. Das Office war schon zu, aber an der Self-Registration fanden wir unsere Reservierung. Da wir uns nun in Utah befanden, hatten wir eine Stunde verloren und es war bereits 7pm. So wurde nur der von Moturis gestellte Barbeque-Grill eingeweiht und das erste von unzähligen Malen gab es leckere Hamburger.


    Marwin und Justin waren ziemlich bald freiwillig in ihren Betten, während Kevin und ich noch etwas das Treiben auf dem kleinen Campground beobachteten: Dieser war locker in 10 Minuten zu Fuß zu umrunden, der Ranger fuhr seine Controlrunde aber mit dem Auto…

    Immerhin brachte er uns aber gleich alle noch fehlenden Unterlagen (mit dem Auto, das Office war unserem Platz genau gegenüber) und erklärte mir den Weg zum morgigen Treffpunkt mit den Snow Canyon Trail Riders.

    Und dann waren wir auch schon bald im Bett.

    Gefahrene Meilen: 181mi
    Hike
    : 3,4 km in 2:43
    Zeit unterwegs: ca. 10,5h
    Campground: Snow Canyon State Park
    Besonderheiten:
    Best regards,
    Stefanie

    Das Colorado-Plateau mit "Recreation Vehicle" und 3 Kindern (2009)
    2715 Meilen von Chicago nach New York (2011)
    Formen und Farben des Südwesten (2011 - In 6 Wochen von Las Vegas über Yellowstone NP nach Denver)
    Die Canyon-Abenteuer-Tour (2014 )
    Flexibel durch den (Süd-)Westen (2016, LA - LV - Yellowstone - Denver)



    "Nur, wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen" (J. W. v. Goethe)






  18. #18
    Hallo Steffi

    die "Archfüllung" mit Deinen 3 Buben sieht wirklich lustig aus, Du hattest genau die richtigen Größen dabei

    VG
    Bernhard

  19. #19
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
    Registriert seit
    12.12.12
    Ort
    An der schönen Bergstraße
    Beiträge
    5.577

    AW: Farben und Formen des Südwestens

    Zitat Zitat von utahfan Beitrag anzeigen
    Hallo Steffi

    die "Archfüllung" mit Deinen 3 Buben sieht wirklich lustig aus, Du hattest genau die richtigen Größen dabei

    VG
    Bernhard
    stimmt

    Best wishes

    sent via Smartphone
    Geändert von Vorfreude (13.02.13 um 15:02 Uhr)
    Best regards,
    Stefanie

    Das Colorado-Plateau mit "Recreation Vehicle" und 3 Kindern (2009)
    2715 Meilen von Chicago nach New York (2011)
    Formen und Farben des Südwesten (2011 - In 6 Wochen von Las Vegas über Yellowstone NP nach Denver)
    Die Canyon-Abenteuer-Tour (2014 )
    Flexibel durch den (Süd-)Westen (2016, LA - LV - Yellowstone - Denver)



    "Nur, wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen" (J. W. v. Goethe)






  20. #20
    Reisebär Avatar von Taiger.Wutz
    Registriert seit
    14.01.13
    Ort
    Bad Spencer in den Terence Hills
    Beiträge
    1.307
    Mensch Steffie, ich bin wieder ganz begeistert.

    Iris sagte zu mir:"... was diese Steffie mit den Kindern macht, was den kleinen Monstern alles geboten wird, wie sie mit den Kids umgeht. Einfach nur
    und mit was für einem Geschoß diese junge Frau durch die Gegend eiert, wow!!!"
    Kann ich mich nur anschließen.

    Steffie, einfach nur toll und last but not least klasse Bilder.

    Bin mal gespannt, wie`s weitergeht...

    Gott zum Gruße
    Günter
    "lieber mit allen Wassern gewaschen
    als nicht ganz sauber"

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