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Thema: Das Colorado-Plateau mit „Recreation Vehicle“ und 3 Kindern

  1. #1
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Das Colorado-Plateau mit „Recreation Vehicle“ und 3 Kindern

    Das Colorado-Plateau mit „Recreation Vehicle“ und 3 Kindern




    Prolog

    Zwar hatte ich diesen Bericht schon einmal eingstellt, aber leider ist er mit "dem Umzug" des Forums verschüttet gegangen. Und da meine Vorfreude auf den diesjährigen Urlaub so groß ist, will ich mir hiermit ein wenig die Zeit vertreiben

    Aus verschiedenen Gründen hatten wir zum Jahreswechsel 2008 / 2009 in den Kopf gesetzt, in die USA zu reisen. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand die USA in meinem Kopf aus dem Grand Canyon und großen Städten wie LA und New York. Ein Besuch im Reisebüro brachte uns sehr schnell auf zwei Gedanken:

    1. Mit 5 Personen sollten wir dringend lieber ein Wohnmobil nehmen
    2. Eine Kombination mit New York wäre zu stressig, da wir im Anschluss an den Südwesten noch Freunde in Ohio besuchen wollten.


    Nun, eine Reise per Wohnmobile oder im englischen "Recreation Vehicle" (zu deutsch "Erholungsfahrzeug" ! dies bitte merken - wir werden noch einmal auf dieses Thema zu sprechen kommen ) kann man nicht von der Stange kaufen. Also kaufte ich mit einen Reiseführer ( USA - der ganze Westen) und nahm erst zu diesem Zeitpunkt wahr, was für Naturschönheiten da so im Südwesten rumstehen. Mit Hilfe des Reiseführere, eines nicht näher genannten Forums und vielen negativen Kommentaren, da wir mit einem 2,5-Jährigen fahren wollten, plante ich unsere 14-tägige Rundreise im Südwesten, einen kurzen Abstecher nach LA und den Weiterflug nach Ohio zu unseren Freunden.

    LA war als Kompromiss für die Jungs gedacht - als Belohnung, dass sie sich 14 Tage rote Steine angeschaut hatten, sollte es ins Disneyland gehen. Wie sich aber rausstellte, war das gar nicht nötig. Aber auch dazu mehr im Folgenden.


    Unsere Strecke:
    Las Vegas => Grand Canyon NP => Lake Powell => Monument Valley => Mesa Verde => Arches NP => Bryce Canyon NP => Zion NP => Valley of Fire => Las Vegas => Los Angeles => Dayton
    Best regards,
    Stefanie

    Das Colorado-Plateau mit "Recreation Vehicle" und 3 Kindern (2009)
    2715 Meilen von Chicago nach New York (2011)
    Formen und Farben des Südwesten (2011 - In 6 Wochen von Las Vegas über Yellowstone NP nach Denver)
    Die Canyon-Abenteuer-Tour (2014 )
    Flexibel durch den (Süd-)Westen (2016, LA - LV - Yellowstone - Denver)



    "Nur, wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen" (J. W. v. Goethe)






  2. #2
    Slot Canyon Addict Avatar von Ilona
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    Gegen eine Recreation hätte ich jetzt nichts einzuwenden . Also immer her damit, zumal ich den Bericht noch nicht kenne.

    Mit welcher Software hast du die tolle Collage erstellt?
    Liebe Grüße

    Ilona

    "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)


  3. #3
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    18.09.2009

    Endlich war es so weit. Bereits seit Wochen fieberten wir dieser Reise entgegen. Im Amerika-Forum hatte ich einiges über unser Urlaubsziel gelesen, hatte die Tour geplant und etliche Forumsteilnehmer auf ihren Reisen begleitet. Nun endlich sollte es auch für uns so weit sein. „Uns“, das sind Holgi, Steffi, Kevin (10 Jahre), Justin (9 Jahre) und Marwin (2 Jahre).

    Am Vorabend wurde ich dann für ca. 2 Stunden einmal so richtig nervös. Gott sei Dank legte sich dies dann aber wieder. Die Nacht verlief gut, auch die Kinder schliefen.

    Der Tag startete kurz vor 7:00 Uhr. Um 9:00 Uhr holte uns der Flughafen-Transfer ab. Da wir sowieso 5 Personen waren, kam ein Minivan. So hatten wir auch mit unseren 6 Koffern, 5 Rücksäcken (die Gepäckbestimmungen waren noch sehr großzügig ), sowie der Rückentrage für Marwin keine Probleme bzgl. der Unterbringung im Auto.
    Noch vor 10:00 Uhr erreichten wir das Terminal 2 des Rhein-Main-Airports, suchten die Check-in-Schalter von Delta und stellten uns an der Schlange an. Das konnte ja einige Zeit dauern! Gut das wir 2,5 Stunden vor Abflug am Flughafen waren. Bald kam auch ein netter Angestellter und fragte uns (auf Englisch), ob wir Anschlussflüge hätten. Wir teilten ihm mit, dass wir nach Las Vegas wollten. Er studierte eine Liste, nickte und ging dann weiter. Mit unserem Anschluss schien somit alles in Ordnung zu sein.

    Nach einer kurzen Zeit nahm eine Dame des Bodenpersonals von uns Notiz, und mit den Worten „Oh, die ganze Familie“ winkte sie uns aus der Schlange und brachte uns zum Business Check-in. Hier kamen wir auch gleich dran. Doch die gesamte Prozedur dauerte doch noch beinahe eine halbe Stunde, bis alle Koffer abgegeben, die Bordkarten und Gepäckquittungen in Empfang genommen werden konnten. Dabei waren alle Stewardessen total begeistert von unserem Jüngsten, der wiederum begeistert den blankpolierten Boden mit komplettem Körpereinsatz wiennerte. Überrascht, dass wir bereits 1 Stunde vor Abflug am Gate sein sollten, hatten wir nun nur noch eine dreiviertel Stunde Zeit für unser Frühstück (denn das hatten wir uns zu Hause gespart).

    Wir beschlossen, zuerst durch den Security Check zu gehen. Mit 3 Kindern, einer kompletten Fotoausrüstung im Fotorucksack, sowie ein Bordcase, welches Laptop und allerlei Toilettenartikel in Reisegröße enthielt, war dies schon eine spannende und zeitintensive Angelegenheit. Es war sehr interessant zu beobachten, auf welche Tasche der Schwerpunkt gelegt wurde. Im Laufe der Reise wechselte dies nämlich. In Frankfurt musste ich die Kamera aus dem Rucksack nehmen und für sich alleine durch das Röntgengerät schicken. Genauer gefilzt wurde allerdings Kevins Rucksack.

    Nun hatten wir noch 20 Minuten für ein schnelles Frühstück bei Burger King. Dann ging es ab zum Gate. Und auch hier wurden unsere Pässe noch einmal von einem netten Beamten kontrolliert. Das interessierte Marwin aber wenig: Er duckte sich unter der Absperrung durch und machte sich auf den Weg. Nun hatten wir ein Problem. Wir konnten ja nicht einfach hinter ihm her sprinten. Der nette Beamte beeilte sich aber und so konnten wir unseren kleinen Kerl wieder einfangen.





    Als zum Boarding aufgerufen wurde, zeigte es sich wieder von Vorteil mit Kindern zu reisen: Wir wurden wieder aus der Masse der Passagiere herausgefischt und als erstes ins Flugzeug geschleust. Die Zeit bis zum Start verbrachten wir mit dem Einrichten unsers Platzes und verteilen von Nasentropfen.



    Dann rollte der Flieger endlich aufs Rollfeld. Gleich würde es losgehen! ....
    Aber nein, der Kapitän meldete sich. Es würde ein mechanischer Defekt angezeigt, wir müssten zurück ans Gate und nachschauen. Ich sah mich schon wieder alles einsammeln und das Flugzeug wechseln. Glücklicherweise kam nach weiteren 20 Minuten das OK und wir konnten endlich starten. Ich war nun das erste Mal froh, dass wir von Delta eine längere Wartezeit in Cincinnati aufgebrummt bekommen hatten.

    Der Flug an sich verlief dann insgesamt ganz ruhig. Wir nahmen Abschied vom Flughafen





    und der Frankfurter Skyline



    , später von Europa als wir über die Atlantikküste flogen.

    Es gab ausreichend zu trinken und Marwin verlustierte sich mit der „Multimedia-Anlage“ und drückte des Öfteren den Rufknopf für die Stewardess. Auch unser wichtigster Reiseteilnehmer, Schäffchen, auf das mindestens 4 Personen über die gesamte Reisezeit aufpassten, genoss den Flug.



    Überrascht waren wir allerding darüber, dass wir trotz ESTA-Formular noch einmal das grüne Papier im Flugzeug ausfüllen mussten.

    15:25 Uhr Ortszeit landen wir nach einem 9stündigen Flug in Cincinnati. Gemütlich machten wir uns auf den Weg. Vor den Einreiseschaltern bildete sich wieder eine Schlange. Doch auch hier wurden wir alsbald heraus gewunken und durch den Schalter für die US Citizens gelotst.
    Die ersten 3 Stunden gingen so schnell rum.





    Dafür zogen sich die beiden anderen ziemlich und so langsam machten sich dann auch die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar.





    Vom Flug nach Las Vegas bekamen wir dann auch kaum was mit.

    In Las Vegas angekommen, wurden wir bereits auf dem Flughafen von Glückspielautomaten empfangen.



    Wir sammelten unsere Koffer ein und gönnten uns einen Kofferboy sowie ein Taxi. Endlich um 22:30 Uhr nach einer 22-stündigen Anreise erreichten wir unser „Transferhotel“ Tuscany in Las Vegas und fielen gleich ins Bett.
    Best regards,
    Stefanie

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  4. #4
    Amerikaner Avatar von zeller
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  5. #5
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    Hallo Ilona,

    herzlich Wllkommen an Bord!
    Zitat Zitat von Ilona Beitrag anzeigen
    Mit welcher Software hast du die tolle Collage erstellt?
    Ich habe Photoshop.
    Best regards,
    Stefanie

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  6. #6
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    20.08.2009

    Es eine kurze Nacht, denn um 4:00 Uhr morgens meinten unsere europäischen Körper, es wäre Zeit zum Aufstehen. Auch die Kinder waren hell wach. Wir beschlossen, die Zeit für ein erstes echt amerikanisches Frühstück zu nutzen, was selbst um diese Zeit in Las Vegas überhaupt kein Problem darstellte.

    Holgi hatte ein Steak, die Kids probierten ihre ersten Pancakes...



    ... und hatten ihr erstes Erlebnis mit amerikanischen Gebräuchen: Im Glauben, die große weißes Kugel auf den Pancakes wäre eine Kugel Eis, steckten sie sich gleich mal eine große Portion davon in den Mund....

    Danach machten wir noch einen kurzen Spaziergang und sahen unser erstes Fahrzeug US-like.





    Cool

    Wir hatten am Vortag von Cincinnati aus, bei "El Monte" (unser RV-Vermieter) angerufen, um die Abholzeit etwas genauer in Erfahrung zu bringen. (1 Stunde war mir mit Kindern zu lang, um in der Lobby zu warten). Wir bekamen die Auskunft, zwischen 7:30 und 8:00 Uhr würde man uns abholen. Somit waren wir pünktlich um 7:30am abfahrbereit in der Lobby. Etwa eine Viertelstunde später kam dann auch schon das Fahrzeug von EL Monte. Doch wir mussten dann noch bis 8:00 Uhr warten, da noch eine weitere Familie am Hotel abgeholt werden sollte. Die kam aber nicht.

    Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir ja noch sehr freudig erregt, was für ein tolles „Recreation Vehicle“ –Erholungs-Fahrzeug! auf deutsch- wir bekommen sollten. Und als wir dann endlich den Hof von El Monte erreichten, wanderten unsere Blicke aufgeregt über die dort stehenden Wohnzimmer auf Rädern.
    Die gesamte Prozedur der Motorhome-Übernahme streckte sich dann allerdings bis 10:15 am hin. Erst stürzte dauernd der Rechner ab, dann mussten wir uns den Einführungsfilm anschauen und schließlich wurden wir von einem Angestellten in unser Fahrzeug eingewiesen.





    Wir hielten alle Mängel fest und waren begeistert über unser neues zu Hause für die nächsten 14 Tage. Wir hatten nicht nur einen Slight-out und sondern gleich zwei. Sowohl die Sitzecke als auch das einzelne Sofa konnten zu Betten umgebaut werden, so hatte jedes Kind ein eigenes Bett. Super, dann konnte es ja nun endlich losgehen….



    Natürlich ging es dann erst einmal zum Walmarkt. Bis wir dann alles im Einkaufswagen hatten, war ratz-fatz wieder eine Stunde um. Schnell verstauten wir unsere Verpflegung – darunter unzählige Getränkedosen, was für uns doch ein komischer Anblick war, da wir seit Jahren keine Getränkedosen mehr in Deutschland in der Hand hatten – notdürftig im Fahrzeug. Einräumen würden wir das dann am Abend. Endlich zum „High Noon“ saßen alle ordentlich angeschnallt auf ihren Plätzen, Holger drehte den Schlüssel im Zündschloß und…..

    ….tsja, und es passierte nichts! Keine Anzeige am Armaturenbrett leuchtete. Wir hatten keinen Strom!
    Nach mehrmaligem Probieren versuchte ich es am Main Control Panel. Und siehe da, nach einigem unmotivierten Rumdrücken auf dem Schaltpanel ließ sich das Auto starten. In der Annahme, wir hätten irgendetwas falsch bedient, starteten wir nun endgültig zu unserer 1. Etappe in Richtung Grand Canyon.

    Leider durften wir auch schon den ersten Punkt unserer Reiseroute streichen: Wegen Bauarbeiten auf dem Hoover Damm mussten alle großen Fahrzeuge eine Umleitung fahren. Aber wir sind ja flexible. Durch die Wüste von Nevada fuhren wir nun auf dem Highway 95 Richtung Lake Mohave. Hier gab es ja außer sehr heiser Luft wirklich gar nichts. Nur ein paar Pflanzen trotzten der Hitze. Wie man es aus den Filmen kennt, verlief die Straße beinahe kerzengerade bis zum Horizont.





    Erst als wir über die 163 in die Black Mountains kamen, änderte sich die Gegend. Die ersten Felsmassive tauchten rechts und links von der Straße auf.





    Und dann überquerten wir den Colorado zum ersten Mal. Dies war faszinierend für mich: nur wenige Meter rechts und links vom Fluss gab es einen grünen Streifen von Gras, Palmen und anderen Pflanzen. Nur um dann gleich wieder den kargen. trockenen Felsen zu weichen.



    Wir schraubten uns über den Union Pass



    und hatten dann bald Kingman und damit unserer eigentliche Strecke erreicht. Hier machten wir erst einmal eine kurze Pause und genossen unsere „kleine“ Melone.


    Nun ging es weiter über den Hwy 40 bis Williams, wo die ersten Schilder zum Grand Canyon weisten. Inzwischen wollten wir nur noch ankommen. Die lange Anreise vom Vortag steckte uns noch in den Knochen und wir merkten das Schlafdefizit. Gott sei Dank konnten wir uns auf unsere Kinder verlassen. Die großen hatten ihre Nasen in Harry Potter – Bänden und Marwin schlief die meiste Zeit.



    Endlich um 19:00 Uhr am Grand Canyon angekommen



    , mussten wir dann feststellen, dass wir um einiges weiter südlich sind: Die Dämmerung hatte begonnen und bis wir unsre Site im „Trailer Village“ erreicht hatten, war es dunkel. So fand unser erster Aufbau des RV dann schließlich im Dunkeln statt. Aber Holger assistiert von Kevin meisterte das wirklich prima!

    Nach einem kalten Abendessen, waren wir dann alle schnell im Bett.
    Best regards,
    Stefanie

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  7. #7
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Zitat Zitat von zeller Beitrag anzeigen
    jippie
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    Hey, Super, Roland, Willkommen an Bord!
    Best regards,
    Stefanie

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  8. #8
    Amerika-Virus infiziert Avatar von pietja
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    Hallo Steffi, ich bin auch wieder mit and Bord.
    ....Mensch sind die Kinder inzwischen groß geworden. An Ihnen sieht man am besten, wie die Zeit vergeht!

  9. #9
    Amerikaner Avatar von zeller
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    Das Colorado-Plateau mit „Recreation Vehicle“ und 3 Kindern

    Zitat Zitat von Vorfreude Beitrag anzeigen
    Hey, Super, Roland, Willkommen an Bord!
    Dankeschön
    Ich räum dann mal die Getränke ein im RV :-)
    2 Schweizer 36 Tage 3184 Meilen unterwegs im Südwesten

    2017 36 Tage USA davon 3 Wochen Yellowstone

  10. #10
    Amerikaner Avatar von puma0483
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    Das klingt doch spannend! Da bin ich gern dabei
    LG Manu



    NY+ Florida 2007 NY 2010 Florida 2012/13 NY 2013 CA,AZ,NM,NV 2014 DC,VA,MD,DE,Philly, NY 2016 + Silvester SFO, Las Vegas, LA
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  11. #11
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Zitat Zitat von pietja Beitrag anzeigen
    Hallo Steffi, ich bin auch wieder mit and Bord.
    ....Mensch sind die Kinder inzwischen groß geworden. An Ihnen sieht man am besten, wie die Zeit vergeht!
    Huhu Petra ,

    ja, das ist echt der Hammer, gell!. Da waren sie noch alle drei lieb und süß....


    .... heute sind sie nur noch und.
    Best regards,
    Stefanie

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  12. #12
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Zitat Zitat von puma0483 Beitrag anzeigen
    Das klingt doch spannend! Da bin ich gern dabei
    schön, dass Du dabei bist!

    Zitat Zitat von zeller Beitrag anzeigen
    Ich räum dann mal die Getränke ein im RV :-)
    Na, das nenne ich mal Service
    Geändert von Vorfreude (20.07.14 um 22:37 Uhr)
    Best regards,
    Stefanie

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  13. #13
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    20.08.2009


    Der nächste Tag sollte dann unser erster richtiger Urlaubstag werden. Und es war ein langer Tag, denn wir waren um 5:30 Uhr wach. Und er war bombastisch - der Tag !

    Schon am frühen Morgen hatten wir unser erstes Highlight: Während ich die Koffer auspackte, rief Holger, ich solle doch schnell mal mit der Kamera herauskommen. Ich eilte meiner Familie hinterher und da standen sie – Deers.



    Nicht ahnend, dass dieser Anblick noch zu toppen war, wurden sofort Bilder gemacht. Ich war begeistert, wie nah wir an die Tiere heran durften, ohne dass sie weg rannten. (Allerdings sollte das auch noch besser gehen… )





    Für die alten Hasen von Euch ist dies natürlich nichts Besonderes. Aber wir hätten mit so einer Begegnung am 2. Tag unserer Reise nicht gerechnet. Und vor allem nicht so nah. Die Kids hatten wir natürlich jetzt absolut auf unserer Seite

    Beim Frühstück hatten wir die Premiere eines weiteren Erlebnissen, welches sich fast täglich wiederholen sollte auf unserer Fahrt: wir wurden von unserem Site-Nachbar angesprochen, einem Amerikaner. Als er erfuhr, dass wir Deutsche sind, erzählte er uns, dass sein Großvater aus Deutschland gekommen ist, er gerne auch mal nach Deutschland fahren würde und leider die Sprache nicht verstünde. Nach einer netten kleinen Unterhaltung ließ er uns dann ein kleines Büchlein mit christlichen Sprüchen da – auf Deutsch!

    Bei strahlendem Sonnenschein, wolkenlosem Himmel und um die 30°C erkundeten wir den Grand Canyon, der wirklich gigantisch ist.

    Der erste Blick


    Teils per Pedes, teils per Bus bewegten wir uns vom einen Ende zum anderen und genossen den Ausblick. Laut Hinweisschild hatten wir einen tollen Tag erwischt, denn wir hatten 240 km Fernsicht.







    Während es an den einzelnen View Points immer sehr voll war, nahm die Anzahl der Menschen dazwischen stark ab. Die meisten fahren wirklich mit den Bushshuttle nur von View-Point zu View-Point, schauen ich kurz um und fahren wieder weiter...
    Aber schön für uns.







    Marwin lies sich nicht davon abbringen, auch mal in den Canyon schauen zu wollen:





    Und da wollen wir in 1,5 Monaten runter






    Und während wir am Rim entlangwanderten, bemerkten wir vor uns eine kleine Menschenansammlung. Eine Amerikanerin flüsterte mir zu „There are Elks!“ Und wahrhaftig! 10 Meter vom Trail entfernt standen und lagen 3 stattliche Elche. Es war schon toll diese eleganten Tiere zu beobachten. Diese ließen sich überhaupt nicht von uns stören.









    Und das waren nicht die einzigen Tiere gewesen. Neben den Elchen konnten noch Chipmunks, Eidechsen, Raben und Bussarde bestaunt und fotografiert werden.





    Am Nachmittag waren wir dann alle ziemlich fertig.


    Der Zeitunterschied war doch deutlich zu spüren. Außerdem bewegten wir uns auch in einer Höhe von 2000 Meter, an die wir „Flachlandtiroler“ uns auch erst gewöhnen mussten. So beschlossen wir zu unserer Site zurückzufahren.

    Auf dem Weg zurück, machten wir noch einmal Halt am Marketplace. Ich musste an diesem Tag feststellen, dass zwar alle meine Jungs Kappen hatten, aber ich nicht. Und in diesem Urlaub würde ich tatsächlich auch eine Kopfbedeckung benötigen. Und in der Tat: Ich fand einen Hut, der mit wirklich gefiehl => einen echter Stetson. Cool ! Dummerweise sollte der mir nicht passen. Die Verkäuferin tat auch alles, um einen passenden zu finden, blieb aber erfolglos.

    Ihre letzte Idee war, im Laden am Desert View anzurufen. Und tatsächlich, dort gab es den Hut auch noch in meiner Größe. Somit hatte ich eine Verabredung am nächsten Tag...

    Eigentlich wollte ich dann ja noch einmal zum Sonnenuntergang zum Rim vorlaufen. Aber dann vor dem Motorhome sitzend mit einer kühlen Dose Bier in der Hand konnte ich mich doch nicht mehr aufraffen. Das holen wir das nächste Mal nach…
    Geändert von Vorfreude (21.07.14 um 18:46 Uhr)
    Best regards,
    Stefanie

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  14. #14
    ...am liebsten weit weg Avatar von robbelli
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    Hallöle Steffi,

    da steig ich doch nochmal gerne mit ein. War es doch genau dieser Bericht, der mir Mut und total Lust gemacht hat, das Abenteuer mit dem Wohnmobil in den USA anzugehen! Da schick ich dir doch grade nochmal ein fettes Dankeschön in dein Wohnzimmer!

    Und Wahnsinn, wie klein die Jungs da waren, meine Güte...

    Übrigens sehe ich ganz viele Bilder nicht, woran mag das liegen?

  15. #15
    Amerika-Virus infiziert Avatar von pietja
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    Zitat Zitat von robbelli Beitrag anzeigen
    Übrigens sehe ich ganz viele Bilder nicht, woran mag das liegen?
    Ich hab da mal die Vermutung, dass Steffi erst das Geschriebene speichert und dann die Fotos einfügt Wir sind einfach zu schnell.

  16. #16
    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    Zitat Zitat von robbelli Beitrag anzeigen
    Hallöle Steffi,

    da steig ich doch nochmal gerne mit ein. War es doch genau dieser Bericht, der mir Mut und total Lust gemacht hat, das Abenteuer mit dem Wohnmobil in den USA anzugehen! Da schick ich dir doch grade nochmal ein fettes Dankeschön in dein Wohnzimmer!

    Und Wahnsinn, wie klein die Jungs da waren, meine Güte...
    Huhu,

    ja das ist ja jetzte eine Überraschung
    Schön, dass Du dabei bist!

    Und ich freue mich schon total auf unser Abenteuer, gerade jetzt beim Einstellen der Bilder vom Grand Canyon

    Übrigens sehe ich ganz viele Bilder nicht, woran mag das liegen?
    Siehst Du sie jetzt?
    Best regards,
    Stefanie

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  17. #17
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    Zitat Zitat von pietja Beitrag anzeigen
    Ich hab da mal die Vermutung, dass Steffi erst das Geschriebene speichert und dann die Fotos einfügt Wir sind einfach zu schnell.
    Nee, leider nicht.
    Irgendwie waren die Bilder nicht im Album gespeichert. Habe sie nun noch mal hochgeladen und sehe sie in meinem Album.
    Musste sie halt nun noch mal einfügen.....


    Ein Tag kommt gleich noch.........
    Best regards,
    Stefanie

    Das Colorado-Plateau mit "Recreation Vehicle" und 3 Kindern (2009)
    2715 Meilen von Chicago nach New York (2011)
    Formen und Farben des Südwesten (2011 - In 6 Wochen von Las Vegas über Yellowstone NP nach Denver)
    Die Canyon-Abenteuer-Tour (2014 )
    Flexibel durch den (Süd-)Westen (2016, LA - LV - Yellowstone - Denver)



    "Nur, wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen" (J. W. v. Goethe)






  18. #18

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    Fotografin+Arch-Liebhaber Avatar von Vorfreude
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    21.08.2009

    Gegen 5:30 Uhr war ich wach. Das gesamte Wohnmobil schaukelte unregelmäßig von einer Seite zur anderen. Erst dachte ich, Holger würde sich im Bett rumdrehen. Doch der lag genauso ruhig neben mir wie ich. Wind konnte es auch nicht sein, denn aus dem Fenster schauend konnte ich sehen, dass die Bäume sich nicht bewegten. Mir wurde es etwas mulmig. Holger stand auf um nachzusehen.

    Als er wiederkam meinte er grinsend: „Du glaubst es nicht! Neben unserem RV steht ein riesiger Hirsch!“. Natürlich war ich sofort auf den Beinen, sprang in meine Schuhe, schnappte schnell die Kamera und ein Jacke und war kurze Zeit später im Nachthemd vor dem Fahrzeug. Und tatsächlich, ein Elk-Bulle mit einem stattlichen Geweih nahm neben unserem Wohnwagen sein Frühstück ein. Etwas weiter entfernt sah ich noch zwei Tiere. Ich machte schnell Fotos.





    Eine ganze Weile beobachtete ich die Hirsche. Sie bewegten sich langsam über den gesamten Campground, fraßen hier mal etwas Gras, fraßen da mal an einem Kaktus. Stand eine Box im Weg von einem unachtsamen Camper, wurde da auch mal die Schnauze reingehängt und der Inhalt geprüft. Es war ein toller Anblick.

    Und das Beste: Ich durfte bis auf 3 Meter an die Tiere ran! (Mehr habe ich mich allerdings nicht mehr getraut).

    Diesen tollen Tagesanfang setzten wir mit einem leckeren, gemütlichen Frühstück fort.


    Um 9:30 waren wir dann schon wieder "on the road again". Unsere heutige Etappe führt uns als erstes zum Desert View, am Osteingang zum Grand Canyon Nationalpark. Hier genossen wir noch einmal den fantastischen Rundblick.













    Nun wollte ich auch endlich meinen Hut haben. Im nahegelegenen Geschäft hatten sie dann tatsächlich auch das Modell vom Vortag in meiner Größe. Super, nun konnte es richtig losgehen....

    Als wir wieder im Auto saßen, um weiterzufahren sprang mal wieder der Motor nicht an! Also wieder am Control Panel rumgedrückt … und siehe da, es funktionierte.

    Da wir bis Page ja nur 226km zu fahren hatten, wollten wir unterwegs noch beim Canyon des Little Colorado River vorbeischauen, wo ich mich auch ein bisschen nach Schmuck umsehen wollte. Leider nahmen wir erst einmal einen View-Point zu früh. Was sich sofort rächte, denn als wir von einem kleinen Rundgang zum Auto zurückkamen, sprang es mal wieder nicht an! Es dauerte auch schon etwas länger, bis es sich wieder überreden lassen wollte, doch weiter zu fahren. Langsam wurde wir unruhig. Hier stimmte etwas ganz und gar nicht! Hätten wir doch lieber am ersten Tag gleich wieder zu El Monte zurückfahren sollen? Naja, jetzt war es zu spät, um umzukehren. Wir wollten später weiter sehen.

    An diesem Tag fuhr ich unser Urlaubsgefährt. Und dabei wurde mir auch klar, warum Holger zwei Tage zuvor deutlich unter der zulässigen Höchstgeschwindigkeit blieb. Das Fahrzeug zog kräftig nach links. Ohne ständiges Gegenlenken würde man im Graben landen. Dabei hatte man allerdings beinahe eine 1/4 Umdrehung Spiel im Lenkrad. Und eine Vollbremsung würde wohl eher auch nicht funktionieren. Man fuhr das Gefährt, ohne das Gefühl der kompletten Kontrolle.

    Wenig später kamen wir dann tatsächlich am Canyon des Little Colorade River an. Und dies war deutlich, denn gleich durften wir Eintritt bezahlen. Inzwischen hatten wir aber auch rechts und links der Straße die Behausungen der Navajos gesehen und ich hatte mir so ein paar Gedanken zu dem Umgang der Amerikaner mit diesem Volk gemacht, so dass ich fast gerne die paar Dollar bezahlte.
    Die Amerikaner verdienten einen Haufen Geld mit dem Grand Canyon, sollte doch auch die Navajos Geld mit ihrem Little Canyon verdienen.





    Recht klein, so fand ich den Blick trotzdem beeindruckend. Gewöhnt von den Alpen bin ich, dass die Berge sich nach oben aus der Ebene erheben und man sein Ziel von weitem sieht. Hier fuhr man aber auf der „Höhe“ und die Canyons gingen nach unten. Einfach so eine Spalte in der Landschaft.
    Ich habe mich immer wieder dabei ertappt, dass ich nach unserem Ziel Ausschau gehalten habe und überrascht war, nichts zu sehen. Erst kurz vor Erreichen konnte ich es sichten, weil es einfach unter uns lag.



    Auf dem Rückweg zum RV schlenderte ich durch die Verkaufsstände der Navajo. Der Schmuck ist echt schön und ich könnte da ja fast alles kaufen. Wie wir später feststellten, waren die Preise auch viel billiger als in den Souvenirläden. Da ich aber noch nicht wusste, was auf unserer Reise alles noch so kommen würde, beschränkte ich mich auf ein Set, bestehend aus Kette, Ohrringen uns Armband.

    Zurück am Auto: same procedure ! Leider dauerte es nun richtig lang, bis wir wieder Spannung auf der Autobatterie hatten. Das war ja auch das merkwürdige! Wir hatten nicht einfach nur zu wenig Spannung auf der Batterie, nein sie war total tot! Und nach einer Weile dann plötzlich wieder voll da. Das machte kein Spaß….

    Weiter ging es nun über die US 89 Richtung Page. Hinter Bitter Springs stieg die Straße stetig auf zum Antelope Pass, wo sie mitten durch die Echo Cliffs getrieben wurde. Das sah schon gigantisch aus. Ich musste bis in den 2 Gang zurückschalten und unser RV schaffte sich schwerfällig nach oben. Ständig kontrollierte ich die Temperaturanzeige, die sich beachtlich dem roten Bereich näherte. Wir hielten am Viewpoint an. So konnte sich der Motor etwas abkühlen. Aber auch der Ausblick von hier war großartig. Wohlweislich lies ich den Motor laufen.

    Wir blickten auf eine riesige weite Ebene, in die sich der Colorado sein Flussbett geschnitten hatte –der Marble Canyon. Unter uns konnte ich die alte 89 ausmachen. Im Hintergrund war das Paria Plateau zu sehen. Welche eine Weite! Nur schwer löste ich mich.
    (Anmerk. der Redaktion: Diesen View sieht man zur Zeit nicht, da das Stück Straße zur Zeit wegen Erdrutsch gesperrt ist...)






    Den nächsten Halt wollten wir am Horseshoe Bend machen. Ich hielt Ausschau nach unserem Ziel. Da musste doch eine Erhöhung sein. Man muss doch die Felsen sehen. Au, nein. Mal wieder hatte ich mich selbst reingelegt. Wir waren ja auf dem Plateau und der Colorado floss unter uns. Man konnte nichts sehen.

    Aber endlich kam das Hinweisschild zum Parkplatz.

    Ich gab die Parole aus, dass jeder eine Flasche zu Trinken mitnehmen solle und einen Hut aufsetzen! Nichts ahnend, dass wir dies wirklich stark brauchen würden. Und dann kämpften wir uns erst einmal eine rote Sanddüne rauf. Ich bereute es etwas, nur die Trekking Sandalen angezogen zu haben. Hinter der Düne ging es dann über Sand und Fels wieder abwärts und weiter zum Rim.



    Die Sonne heizte uns von oben, der Sand und die Felsen von unten ein. Wir hatten über 30°C im Schatten, bloß gab es keinen Schatten! Der Weg bis zum Viewpoint ist ja nur eine dreiviertel Meile lang, aber ich hatte wirklich das Gefühl, dass man auf diesem kurzen Stück verdursten konnte. Unsere Flaschen waren leer, da waren wir noch nicht ganz am Ziel.

    Aber es hatte sich gelohnt. Was ein Naturschauspiel! Der Colorado machte hier tatsächlich eine beinahe 360° Kurve. Warum der wohl nicht geradeaus weitergeflossen ist? Tief unter uns floss er gemütlich seinen Weg. Rechts und links waren schmale Grünstreifen. Und was eine Ruhe hier herrschte!



    Man kam sich richtig klein vor, vor dieser Kulisse.
    Etwas bammel hatte ich um unseren Jüngsten, der nämlich nicht so ganz verstand, dass es am Rand einige hundert Meter steil nach unten ging. Holger und ich mussten uns abwechseln, Marwin in sicherer Entfernung mit anderen Dingen zu beschäftigen.



    Nach einer ganzen Weile machten wir uns auf den Rückweg. Langsam wanderten wir wieder den Hügel rauf. Unterwegs gingen wir an einem älteren Pärchen vorbei, ohne Kopfbedeckung und Getränke! Die Frau hatte Probleme mit dem Kreislauf! Am Auto angekommen, verkrochen wir uns in den Schatten und stürzten erst einmal eine weitere Flasche Wasser herunter. Der Weg hatte es echt in sich!

    Leider dauerte es dann auch beinahe 10 Minuten, bis wir unser Motorhome starten konnten. Nun machte es keinen Spaß mehr. Ich war richtig sauer! Wir hatten nun wirklich nichts falsch gemacht. Sorgsam achteten wir jedes Mal darauf, keinen Verbraucher anzulassen, wenn wir parkten. Wir mussten eine Werkstatt finden…

    Die letzten Meilen bis Page waren schnell geschafft. Jetzt wollten wir eigentlich nur noch schnell die Lebensmittel- und Biervorräte aufstocken im Walmarkt und dann auf den Wahweap-Campground. Leider war auch das nicht so einfach, wie gedacht. Die Kassiererin weigerte sich strikt, uns das Bier auch nur einzuscannen, ohne dass sie einen Ausweis gesehen hat. Hallo, wir waren mit allen drei Kindern einkaufen!

    Also schnell zum RV gerannt, den Ausweis geholt und zurück. Erst danach durften wir das Bier einladen.

    Um 16:00 Uhr waren wir dann auf unserem Campground. Der Tag wurde mit einem Bad im Lake Powell und dem Einrichten unseres ebenfalls im Walmart erworbenen, amerikanischen Prepaid Cell Phone beendet.

    Gefahrene Meilen: 141
    Zeit unterwegs inkl. Halts: 6,5h
    Best regards,
    Stefanie

    Das Colorado-Plateau mit "Recreation Vehicle" und 3 Kindern (2009)
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  20. #20
    USA-Southwest-Liebhaberin Avatar von Simone
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    Den Bericht kenne ich ja noch gar nicht

    Egal- ich bin natürlich dabei

    Mensch Steffi, was sind die Jungs groß geworden

    Horseshoe Bend- danke, dass du das auch als mega anstrengend empfunden hast

    Ich bin da 2012 ja schier kollabiert, was die meisten hier nicht verstehen konnten

    Elli, wie schön dass Du hier mal wieder vorbeischaust

    Ich sehe übrigens auch nicht alle Bilder

    Aus Beitrag Nr. 13 fehlen die Elche und ein Bild vom GC.
    Viele Grüße Simone





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