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Thema: Abenteuer Kuba

  1. #1
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    Abenteuer Kuba

    Hallo,
    nachdem Interesse an einem Reisebericht über Kuba besteht, möchte ich Euch über unser "Abenteuer Kuba" berichten.

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    Kuba stand eigentlich nie auf unserer Wunschliste für Urlaube. Aber 2014 waren wir mit dem Onkel meines Mannes in den USA unterwegs und dabei sprach er uns auf Kuba an. Ob wir schon dort gewesen wären oder ob wir einmal dorthin wollen. Er würde gerne hin, aber halt nicht alleine. Er würde gerne eine Rundreise mit anschließendem Baden machen wollen.
    Wenn wir an Kuba dachten, dann kam uns als erstes Varadero in den Sinn. Nur Strand und Partyhotels, nein, das war nichts für uns. Nachdem wir uns länger damit beschäftigt haben, kamen wir zum Entschluss: ja, Kuba ist interessant, aber nicht die typischen Badestrände und keine geführte Rundreise. Allerdings trauten wir uns nicht Kuba ganz ungeplant und auf eigene Faust zu machen. Also machten wir etwas, was wir nur äußerst ungerne machen…wir gingen ins Reisebüro und ließen uns beraten.

    Unser Wunsch war: zwei Wochen Rundreise im Mietauto, inkl. aller Versicherungen (den Vorschlag entnahmen wir einem Reisekatalog), davor Hotel in Havanna und danach einige Tage in einem Strandhotel, aber nicht Varadero. Und es sollte zur besten Reisezeit für Kuba sein, wenn kein Regen und Hurricane zu erwarten ist, also im Februar.

    Die nette Dame im Reisebüro stellte uns ein entsprechendes Angebot zusammen:
    Rundreise im Mietauto beginnend mit zwei Nächten in Havanna plus 2 zusätzlichen Nächten davor, also insgesamt 4 Nächte in Havanna in dem von uns ausgewählten Hotel Telegrafo mitten in Havanna. Am Ende der Rundreise zum Entspannen 5 Nächte an der Playa Esmeralda in Guardalavaca in einem Strandhotel, Rückflug ab Holguin.

    Als wir dem Onkel die Unterlagen vorlegten, wollte er dann plötzlich doch nicht nach Kuba. Nachdem wir uns nun schon so intensiv damit beschäftigt hatten, beschlossen wir auch ohne ihn diese Reise zu unternehmen und buchten nur für meinen Mann und mich im Juli 2016 diese Reise.

    Am 30.1.2017 übernahmen wir die Flugunterlagen im Reisebüro. Die Vouchers sollten wir von der Reiseleitung am Flughafen in Havanna bekommen.

    Start am 8.2.2017
    Am Abend davor scannte ich alle Unterlagen ein, damit im Falle eines Verlustes wir wenigstens alle Daten elektronisch zur Verfügung haben.
    Abflug Wien um 11:10 Uhr nach Frankfurt, Ankunft 12:40 Uhr. Aufenthalt in Frankfurt 1:15 Std. Wir wurden an einen Schalter gebeten, der alle erforderlichen Unterlagen für die Einreise nach Kuba kontrollierte. Reisepässe, Reiseversicherung und Visa wurden kontrolliert. Reiseversicherung und Reisepässe hatte ich gleich bei der Hand….aber die beiden Visa…wo waren sie nur? Ich wurde blass…ich habe sie zu Hause im Scanner vergessen. Glücklicherweise konnten wir zwei neue Visa gegen eine Gebühr von EUR 50,- bekommen. Puhhh, Glück gehabt!

    Der Flug war angenehm und ruhig. Wir sind nur 10 Minuten verspätet um 19:35 Uhr in Havanna bei angenehmen 30 Grad C gelandet. Die Reiseleitung wartete schon und man sagte uns, dass wir die Vouchers am nächsten Tag um 10 Uhr bekommen werden. Nun ja, um 10 Uhr wollten wir schon unterwegs sein, aber am ersten Tag ausschlafen ist auch nicht schlecht.

    Wir fuhren nach Havanna ins gebuchte Hotel Telegrafo. Dort sagte man uns, dass nur zwei Nächte für uns reserviert waren, und nicht 4 Nächte wie von uns gebucht. Wir dachten das wird sich am nächsten Tag klären, wenn wir die Vouchers erhalten. Wir erhielten den Zimmerschlüssel und waren positiv überrascht, dass wir eine sehr schöne, große Suite hatten. Leider haben wir es verabsäumt Fotos von der Suite zu machen. Müde fielen wir ins Bett.

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    LG
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  2. #2
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    9.2.2017
    Wie gewohnt bei einer so großen Zeitverschiebung waren wir ganz zeitig munter. Wir gingen zum Frühstück, das sehr gut war. Die Eierspeise wurden nach Wunsch frisch zubereitet und es gab Live-Musikbegleitung. Wir genossen das reichhaltige Buffet und gut gestärkt beschlossen wir noch vor dem Treffen mit der „Reiseleitung“ die Umgebung zu erkunden. Schließlich sind wir mitten in Havanna und die Umgebung ist äußerst interessant. Kurz nach 8 Uhr zogen wir los. Das Gran Theatro ist gleich nebenan und das Capitolo National einen Häuserblock weiter. Der erste Eindruck von Havanna war großartig, die bunten Häuser, die alten Autos. Man muss nur großzügig darüber hinwegsehen, dass halt überall „der Lack ab ist“.


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    Pünktlich um 10 Uhr waren wir am vereinbarten Treffpunkt mit unserer „Reiseleitung“ Louis.

    Fortsetzung folgt.....
    LG
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  3. #3
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    ....Fortsetzung

    Unsere „Reiseleitung“ Louis hatte nicht wie angekündigt die Vouchers mit. Er würde uns am nächsten Tag um 10 Uhr weitere Informationen geben. Außerdem brauchen wir ja keine Vouchers, da ja ohnedies alles vorreserviert ist. Wir sagten ihm, dass für uns nur zwei Nächte im Hotel Telegrafo reserviert waren und wir den Voucher für die weiteren zwei Nächte haben wollen. Er meinte, dass das schon seine Richtigkeit hat, denn die weiteren zwei Nächte sind im Hotel Comodoro (12 km von der Innenstadt entfernt) für uns reserviert und dorthin sollen wir am nächsten Tag um 12 Uhr gebracht werden.

    Wir kochten ein wenig vor Wut. Wir hatten ausdrücklich 4 Nächte im Hotel Telegrafo gebucht und jetzt wurden wir einfach irgendwo am Rand von Havanna untergebracht. Was denkt der (oder die kubanische Reiseagentur) sich überhaupt? Wir wollten uns Havanna ansehen und nicht um 10 Uhr Louis treffen, um 12 Uhr zum nächsten Hotel zu fahren und dann wieder mit dem Taxi zurück nach Havanna zur Besichtigung.

    Nachdem die Übersiedlung in ein anderes Hotel nicht verhandelbar war, haben wir Louis nur mitgeteilt, dass er die Informationen im Hotel Telegrafo hinterlegen sollte und wir den ganzen Tag in Havanna verbringen werden. Abends werden wir mit dem Taxi ins Hotel Comodoro fahren. Er knurrte zwar, war aber damit einverstanden.

    Nach knapp einer Stunde waren wir auf dem Weg um Alt-Havanna zu erkunden.


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    Mittags aßen wir Sandwiches im Dos Hermanos, einem Lokal in dem schon Ernest Hammingway, Erol Flynn und Marlon Brando verkehrten.

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    Gleich daneben ist das Rum-Museum, in dem wir eine Führung mitmachten

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    Wir gingen ein Stückchen an der Bahia del Habana entlang um dann wieder in Alt-Havanna einzutauchen.

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    Fortsetzung folgt....
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  4. #4
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    UI, das geht aber rasant los. Bin ja grade erst mit dem Flieger angekommen . Aber nun mit dabei
    Best regards,
    Stefanie

    Das Colorado-Plateau mit "Recreation Vehicle" und 3 Kindern (2009)
    2715 Meilen von Chicago nach New York (2011)
    Formen und Farben des Südwesten (2011 - In 6 Wochen von Las Vegas über Yellowstone NP nach Denver)
    Die Canyon-Abenteuer-Tour (2014 )
    Flexibel durch den (Süd-)Westen (2016, LA - LV - Yellowstone - Denver)

    Nur, wo Du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen" (J. W. v. Goethe)

  5. #5
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    Schön, dass Du mit dabei bist.
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  6. #6
    Amerika-Virus infiziert Avatar von pietja
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    Bin auch dabei.....echt interessant mit den alten Autos, aber nervig, dass die "Reiseleitung" den Namen nicht verdient.

  7. #7
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    Zitat Zitat von pietja Beitrag anzeigen
    Bin auch dabei.....echt interessant mit den alten Autos, aber nervig, dass die "Reiseleitung" den Namen nicht verdient.
    Wir hätten liebend gerne auf die sogenannte „Reiseleitung“ verzichtet. Im Nachhinein gesehen hätten wir Hotel und Route „auf eigene Faust“ wahrscheinlich besser hinbekommen.

    Wir haben uns ohnedies nicht strikt an die Routenvorschläge gehalten. Aber ich will noch nichts vorwegnehmen, wir sind erst am Beginn des Abenteuers.
    LG
    Travelina

  8. #8
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    ...Fortsetzung

    Bei der Iglesia de San Francisco steht eine Statue, die Jose Maria Lopez, einem geistig verwirrten Stadtstreicher ähnelt. Wenn man den Bart berührt bringt das Glück

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    Danach spazierten wie zum Castillo de la Real Fuerza.

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    Im Hintergrund sieht man die Christusstatue von Havanna und links davon das Wohnhaus von Che Guevara. Dorthin wollen wir morgen.


    Unweit davon ist der Palacio de los Capitanes Generales.

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    Catedral San Cristobal

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    Auf Ernest Hemingways Spuren:

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    Im Hotel Ambos Mundos wohnte Hemingway im 5. Stock.

    Hier trank Hemingway Mojitos...
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    ...und hier Daiquiries
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    Edificio Bacardi, das ehemalige Firmengebäude von Bacardi

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    Museo de la Revolution

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    Granma, das Schiff mit dem Fidel Castro, Che Guevara und 80 weitere Rebellen von Mexico nach Kuba fuhren.

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    Am Nachhauseweg aßen wir in einem netten kleinen Lokal in der Calle Obispo. Spät abends bekamen wir im Hotel Telegrafo die Rundreiseinfos von Louis. Es war eine Liste mit den gebuchten Unterkünften und eine handschriftliche Notiz, dass uns am nächsten Tag um 10 Uhr unsere „neue Reiseleitung“ weitere Informationen gibt. Weiters fanden wir die Info, dass wir für das Mietauto pro Tag CUC 20,- bis 30,- für eine Versicherung bezahlen müssen. Nun ja, wir haben ja inkl. Versicherung gebucht, also wird das für uns nicht zutreffen.

    Info zur den beiden Währungen in Kuba: 1 CUC = ca. 1 EUR, 1 CUC (Währung für Touristen) = ca. 25 CUP, das ist die einheimische Währung. Oft wurden die Preise 1CUC=1CUP umgerechnet. Wenn man Pech hatte nahmen kleine Läden überhaupt keine Touristenwährung.
    LG
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  9. #9
    FC-Aarau-Fan Avatar von man-of-aran
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    Selbstverständlich lese ich auch mit Freude mit. Der Anfang ist schon ganz spannend. Ich bin echt gespannt, wie ihr die Probleme mit der Reiseleitung, den Unterlagen etc. jeweils handhaben werdet. Wenn ich den Bericht aber lese, habt ihr jeweils einfach das Beste aus der Situation gemacht - das ist die richtige Vorgehensweise!

    Die Bilder aus Havanna sind "wie aus der Zeit gefallen", wie ein riesiges zeitgenössisches Museum. Ich freue mich sehr auf die weiteren Abenteuer!



  10. #10
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    Schön, dass Du mit dabei bist. In Havanna fühlt man sich wirklich in einer anderen Zeit und Welt, und das obwohl Kuba nur 90 Meilen von den USA entfernt ist.
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  11. #11
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    10.2.2017
    Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Festung La Cabana und El Morro. Wir gingen zum Fährterminal und setzten über auf die andere Seite. Dort steht eine große Christusstatue, von der man einen schönen Ausblick auf Havanna hat.

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    Bei der Festung La Cabana fand eine internationale Buchmesse statt. Rund um die Festung war so eine Art Volksfest mit vielen „Freßständen“ und Rummelplatz für Kinder. Da es Mittagszeit war haben wir uns bei einem der Stände Spieße gekauft.

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    Danach sind wir zur Festung El Morro.

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    Wohnhaus von Che Guevara


    Fortsetzung folgt....
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  12. #12
    Amerikaner
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    ....Fortsetzung

    Zurück in Alt-Havanna bummelten wir zurück zum Hotel und haben noch die eine oder andere Süßigkeit verzehrt.

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    Um 17 Uhr waren wir beim Hotel Telegrafo zurück und das bestellte Taxi wartete schon. Gegen 18 Uhr trafen wir beim Hotel Comodoro ein. An der Rezeption konnte man keine Reservierung für uns finden. Zum Glück haben wir von Louis die Liste mit den reservierten Hotels bekommen. Wir zeigten sie vor und dann ließ man uns warten. Nach einer halben Stunde kam die Buchungsbestätigung und wir bekamen ein Apartment in einem Bungalow. Bezüglich der Versicherung nahmen wir mit der örtlichen „Reiseleitung“ Kontakt auf. Diese sagte, wenn wir nicht nachweisen, dass wir den Mietwagen inklusive Versicherung gebucht haben, dann müssen wir die Gebühren zahlen. Nachdem wir keine detaillierte Rechnung vom Reisebüro erhalten haben, wollten wir per Mail vom Reisebüro die Bestätigung einholen. Dazu wollten wir im Hotel das Internet nutzen. Dafür benötigte man eine „Internetkarte“, aber leider waren diese gerade ausverkauft. Man verwies uns an ein „Businesscenter“. Dieses hatte bereits geschlossen als wir hinkamen. Vor dem Geschäft stand ein junger Mann, der uns dann (wahrscheinlich zu einem erhöhten Preis) eine "Internetkarte" verkaufte. Zurück im Hotel schrieben wir sofort ein Mail an unser Reisebüro mit der Bitte um Klärung.

    Da wir wegen der Zeitverschiebung an diesem Abend keine Antwort mehr erwarten konnten, bezogen wir unseren Bungalow. Er war sehr abgewohnt, schmutzig und hatte erhebliche Mängel. Das gesamte Hotel hatte seine besten Jahre bereits hinter sich. Gegessen haben wir an diesem Abend nichts mehr, uns ist der Appetit ordentlich vergangen.


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    Der erste Eindruck war noch nicht so schlecht...

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    ...man beachte die Vorhänge...

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    ...alles total sicher

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    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Geändert von Travelina (26.04.22 um 18:52 Uhr)
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  13. #13
    Amerika-Virus infiziert Avatar von pietja
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    Uih .... Der Zustand lässt wirklich zu wünschen übrig.
    Habt ihr die Bilder nach der Reise auch eurem Reisebüro in Deutschland gezeigt?
    Bin gespannt, wann ihr vom Reisebüro wegen der Kfz Versicherung Nachricht bekommt.

  14. #14
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    11.2.2017
    Nach dem Frühstück erkundeten wir das Hotel. Die Pools waren teilweise ohne Wasser und defekt. Der „Strand“ war eine einzige Baustelle und durch die Hotelhalle fuhren die Arbeiter mit Schubkarren…einfach nur furchtbar.


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    Um 10 Uhr sollte das Treffen mit der „Reiseleiterin“ sein. Wir warteten und gegen 10:30 Uhr kam ein Anruf, dass sie erst um 11 Uhr kommen wird und wir in der Zwischenzeit das Mietauto übernehmen sollten. Bei der Autovermietung warteten wir erstmal eine ganze Weile bis wir an der Reihe waren. Dort sagte man uns, dass wir das Mietauto nur mit dem Voucher übernehmen können, den wir von der Reiseleitung bekommen werden, außerdem ist das Auto noch gar nicht vorbereitet. Also zurück ins Hotel.

    Nach 11 Uhr kam dann unsere „Reiseleitung“. Sie teilte uns mit, dass wir doch keine zusätzliche Versicherung benötigen und alles inklusive ist. Allerdings fallen bei der Wagenrückgabe eine Einweggebühr von CUC 90,- an. Auch diese Einweggebühr haben wir eigentlich schon im Vorhinein bei der Buchung gezahlt. Sie übergab uns den Voucher fürs Mietauto und noch diverse Infos bezüglich der Verkehrsvorschriften in Kuba.

    Gegen 12 Uhr gings wieder zur Autovermietung, wieder mussten wir warten. Dort sagte man uns, dass sie gar kein Auto für uns hätten. Wir wurden zu weiteren 2 Vermieterbüros gebracht und schlussendlich wieder zurück zur Autovermietung im Hotel Comodoro. Dort mussten wir wieder warten. Dann wurde endlich der Mietvertrag gemacht. Leider nur in Spanisch – es war weder in Deutsch noch in Englisch möglich. Und schon wieder mussten wir extra bezahlen: CUC 24,- für den 2. Fahrer (auch das wurde von uns schon zu Hause bezahlt).

    Irgendwann sagte man uns es gäbe doch ein Auto für uns…aber was für eines. Uralt mit 94000 km, rundherum beschädigt, Löcher in den Sitzen, innen total verdreckt, ein Scheinwerferlicht ging nicht (Kommentar der Autovermietung: wir haben ja eh noch 3 andere und außerdem in Dunkelheit sollen wir eh nicht fahren). Das war alles sehr ärgerlich, da ein Kunde vor uns (ein Kubaner) ein fast neues und einwandfreies Auto bekam. Ebenfalls mit uns waren noch 2 junge Österreicher dort, die ebenfalls Schwierigkeiten bei der Mietautoübernahme hatten.

    Um 14:30 Uhr konnten wir endlich das Auto übernehmen. Nach einer kurzen Testfahrt bemerkten wir, dass wir einen fast platten Reifen hatten. Wieder zur Autovermietung zurück. Ein Mitarbeiter fuhr mit uns in eine Werkstatt (es fehlte nur fast die gesamte Luft). Somit war fast der gesamte Tag nur mit der Autoübernahme vertan.

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    Auf den ersten Blick sah das Auto gar nicht so schlecht aus


    Das was von diesem Tag noch übrig war nutzten wir für eine Rundfahrt. Zuerst über den berühmten Malecon zum Plaza de la Revolution und weiter durch Havanna Central.

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    Malecon, die beliebte Uferpromenade, die hauptsächlich abends von Pärchen und Jugendlichen besucht wird

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    Zum Abschluss wollten wir im Coppelia, dem berühmtesten Eisgeschäft Havannas ein Eis genehmigen. Da wir Ausländer sind, durften wir nicht in das Geschäft und den schönen Gastgarten. Wir wurden über einen Hintereingang im 1. Stock in ein Hinterzimmer geführt und kauften Eis zu einem extrem überhöhten Preis. Wir zahlten für 2 Kugeln Eis CUC 2,85 und Einheimische zahlen für eine Riesenportion CUC 0,20.

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    Abends fanden wir in der Nähe des Hotels einen Sandwichstand und haben wieder zu einem überhöhten Preis Sandwichs gegessen. Wir trafen dort ein Paar aus den USA und plauderten ein wenig. Sie waren mit einer Reisegruppe als „Kulturreisende“ unterwegs, da dies für US Bürger zu dieser Zeit die einzige Möglichkeit war Kuba zu bereisen. Sie beneideten uns dafür, dass wir mit einem Mietwagen die Insel erkunden konnten.
    LG
    Travelina

  15. #15
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    Zitat Zitat von pietja Beitrag anzeigen
    Uih .... Der Zustand lässt wirklich zu wünschen übrig.
    Habt ihr die Bilder nach der Reise auch eurem Reisebüro in Deutschland gezeigt?
    Bin gespannt, wann ihr vom Reisebüro wegen der Kfz Versicherung Nachricht bekommt.
    Ja natürlich, wir haben alles genauestens dokumentiert. Ich kann gleich vorwegnehmen, dass wir entschädigt wurden....aber das kommt noch am Schluss.
    LG
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  16. #16
    FC-Aarau-Fan Avatar von man-of-aran
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    So, der Tiefpunkt ist erreicht. Ab jetzt geht's aufwärts und es klappt alles. Wenigstens wünsche ich euch das!!!!!



  17. #17
    Amerikaner
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    Zitat Zitat von man-of-aran Beitrag anzeigen
    So, der Tiefpunkt ist erreicht. Ab jetzt geht's aufwärts und es klappt alles. Wenigstens wünsche ich euch das!!!!!
    Wir sind ja erst am Anfang der Reise....abwarten. "Abenteuer" bezieht sich auf die gesamte Reise
    LG
    Travelina

  18. #18
    Amerikaner
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    Kuba erste Teilstrecke.jpg
    Hier der erste Teil unserer Reise

    12.2.2017 Havanna - Vinales
    Um 8 Uhr starteten wir unsere Rundreise. Auf Kuba gibt es kaum Wegweiser oder Straßenschilder. Der Grund ist, dass durch Hurricanes viele Straßenschilder abhandengekommen sind und bei Einheimischen haben die Metallschilder einen gewissen Wert, den man veräußern kann. Deswegen haben wir bei den Unterlagen genaue Beschreibungen der Strecken erhalten, die sich jedoch sehr eigenartig anhören. Wie zum Beispiel:

    Stellen Sie den Kilometerzähler auf 0. Verlassen Sie Ihr Hotel und fahren Sie geradeaus bis zur 5. Avenida. Dort biegen Sie rechts ab….
    Km 148,1 - kurz vor Pinar del Rio und Vinales auf der Höhe des grünen Schildes mit der Aufschrift km 122 fahren Sie bitte ab, auf der rechten Seite befindet sich ein Imbiss
    …“

    Mit dieser Beschreibung ging es meist ganz gut, aber zur Sicherheit habe ich mir schon zu Hause eine Landkarte von Kuba gekauft, denn Navis sind auf Kuba verboten. Außerdem haben wir unsere eigenen Vorstellungen welche Strecke wir fahren wollen, bzw. was wir uns ansehen wollen.

    Von Havanna ging es Richtung Westen. Schon sehr bald konnten wir die für uns ungewohnten Verkehrsverhältnisse kennenlernen. Auf der Autobahn trafen wir auf Eselkarren und sonstigen für uns nicht denkbare Fortbewegungsmittel.


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    Unseren ersten Stopp machten wir in Soroa, wo es einen wunderschönen Orchideengarten gibt. Dafür bogen wir von der halbwegs guten Autobahn ab und nahmen die Landstraße.

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    Fortsetzung folgt....
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  19. #19
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    ....Fortsetzung

    Von dort fuhren wir über die Berge an die Nordküste, zuerst nach Bahia Honda. Kurz vor Las Pozas wollten wir zum Pan de Guajaibon. Nachdem wir die Hauptstraße verlassen haben wurde die Straße immer schlechter. Wir über eine halbe Stunde unterwegs und schafften nur einige wenige Kilometer. Darauf brachen wir unser Vorhaben ab und fuhren wieder zur Hauptstraße zurück.

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    Obwohl, auch hier waren die Straßenverhältnisse äußerst schlecht und wir haben uns schon Gedanken gemacht wie es weitergehen wird. Denn all den Schlaglöchern und Straßenschäden auszuweichen war äußerst mühsam.

    Weiter gings nach Westen und machten noch einen Abstecher nach Porto Esperanza ans Meer bevor wir zu unserem nächsten Ziel der Cueva del Indio fuhren. Zuerst gingen wir zu Fuß in die Höhle und zurück mit einem Boot auf dem unterirdischen Fluß.


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    Gegen 17 Uhr waren wir in Vinales. Nach einigem Nachfragen fanden wir unsere private Unterkunft Casa Particulares. Es war nichts Besonderes, aber sauber, leider auch laut. Im Haus nebenan war das junge Pärchen untergebracht, das wir bei der Mietautoübernahme getroffen haben. Am Abend organisierte unsere Zimmervermieterin für uns einen Guide für den Nationalpark für den nächsten Tag.

    Vinales ist sehr touristisch und hat einige Lokale. In einem dieser netten Restaurants haben wir sehr gut zu Abend gegessen.


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  20. #20
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    13.2.2017
    Um 7 Uhr frühstückten wir. Wir bekamen einen herrlichen frisch gepressten Fruchtsaft aus exotischen Früchten. Die Vermieterin war um unser leibliches Wohl sehr bemüht.
    Pünktlich um 8 Uhr stand unser Guide mit seinem Moped vor der Tür und holte uns ab zu einer 4 stündigen Wanderung durch den Nationalpark Vinales. Wir folgten ihm mit unserem Auto in den Nationalpark. Dort angekommen zeigte er uns als erstes sein Wohnhaus, bzw. Wohnhütte. Er wohnt mit Schweinen, Hühner und Ziegen auf engstem Raum mitten im Nationalpark.

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    Anschließend wanderten wir zwischen Mangobäumen zu einer Kaffeeplantage. Wir lernten einiges über Kaffee und wie Zuckerrohr gepresst wird.

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    Danach ging es zwischen Tabakfelder zu einer Höhle, Cueva de la Vaca. Sie war extrem eng.

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    Nach der Höhle führte uns der Guide auf einen Berg, von dem wir einen herrlichen Blick auf das Vinales Tal hatten.

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    Unser Guide führte uns quer durch Bauernhöfe, deren Bewohner mit unserem Durchgehen nicht ganz einverstanden waren. Andere Bauern in diesem Gebiet versperrten den Zutritt zu ihren Grundstücken mit einem Zaun. Wahrscheinlich hatten die schon genug von den Touristen.

    Wieder im Tal kamen wir bei einer Tabakplangate vorbei. Die gesamte Ernte muss der Plantagenbesitzer an die Regierung abliefern, ihm bleiben nur 10 % des Tabaks und aus diesem kann er seine eigenen Zigarren herstellen. Er zeigte uns wie er sie rollt.

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    Nachdem wir wieder beim Auto zurück waren, machten wir eine kleine Rundfahrt.


    Fortsetzung folgt...
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